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09:42 22.02.2016
Günstig wie lange nicht: Spritpreise. Quelle: dpa
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Berlin

Vor den Osterferien besonders teuer, montags besonders billig - solche Erfahrungswerte bestätigen sich heute immer seltener, denn die Spritpreise orientieren sich vielmehr am Tagesverlauf. „Es gibt keine günstigen und teuren Tage wie früher, dieses Prinzip ist aufgelöst worden“, erklärt der ADAC. Stattdessen gilt: Zwischen 23.00 Uhr nachts und 5.00 Uhr morgens sind die Preise an den Zapfsäulen bundesweit im Schnitt etwa 11 Cent höher als zum günstigsten Zeitpunkt. Und der liegt laut ADAC zwischen 18.00 Uhr und 20.00 Uhr.

Die Tankstellen bestimmen ihre Preise selbst. Über die Jahre hinweg werden die Schwankungen aber vor allem vom Rohöl und von der Konjunktur bestimmt. Ab 2002 kletterte der Durchschnittspreis für Kraftstoffe zunächst. Wegen des starken Anstiegs der Ölpreise im Jahr 2008 erreichte ein Liter Superbenzin einen monatlichen Spitzenwert von 1,529 Euro - der infolge der Finanzkrise dann drastisch einbrach. Ein halbes Jahr später waren es schon fast 40 Cent weniger.

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Für die Verbraucher erfreulich - doch von 2011 bis Mitte 2014 mussten Autofahrer erneut tiefer in Tasche greifen. Zwischenzeitlich lag der Liter Superbenzin bei 1,736 Euro. Seit Ende 2014 schwanken die Preise wieder vermehrt. Derzeit sorgen vor allem ein weltweites Überangebot und eine schwächelnde Nachfrage aus China für anhaltend billiges Rohöl - mit entsprechenden Nachlässen auch bei Endprodukten wie Sprit oder Heizöl. Im Januar war Dieselkraftstoff im Tagesvergleich laut ADAC sogar auf dem niedrigsten Stand seit 2009. Ob die Talfahrt noch länger anhält, wissen auch Experten nicht. Nach der Aufhebung der Sanktionen könnte der Iran die Ölmärkte aber zusätzlich überfluten - was die Preise weiter drücken könnte.

dpa

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