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Wirtschaft Sparticket für 26 Euro: Die Bahn will die Preise senken
Mehr Welt Wirtschaft Sparticket für 26 Euro: Die Bahn will die Preise senken
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15:04 05.09.2019
Die Deutsche Bahn will die Preise senken, knüpft das aber an Bedingungen. Quelle: imago images / Future Image
Berlin

Bahnkunden sind es gewohnt: Pünktlich zum Fahrplanwechsel im Dezember erhöhte der Konzern in der Vergangenheit regelmäßig die Preise. Doch damit könnte in diesem Jahr Schluss sein. Das Unternehmen will im Fernverkehr auf Preiserhöhungen verzichten - sofern die Bundesregierung den Mehrwertsteuersatz für Zugtickets von 19 auf sieben Prozent reduziert.

Zehn Prozent weniger

Wie das Handelsblatt berichtet, plant der Staatskonzern zusätzlich, seine Ticketpreise um zehn Prozent zu senken. Ein Sparticket würde dann rund 26 Euro kosten - und nicht mehr 29,90 Euro wie bisher. Die Bundesregierung könnte die Steuersenkung auf ihrem Klimagipfel am 20. September beschließen. Um die Umwelt zu schonen, sollen mehr Menschen davon überzeugt werden, das eigene Auto stehen zu lassen und auf die Bahn umzusteigen. Im Nahverkehr gilt bereits der reduzierte Mehrwertsteuersatz.

Größter Abnehmer Deutschlands: Die Bahn will weniger Glyphosat auf den Gleisen

Für die Bahn dürfte sich die Steuersenkung für Tickets im Fernverkehr finanziell lohnen: Das Unternehmen rechnet mit bis zu fünf Millionen zusätzlich verkauften Fahrkarten, schreibt das Handelsblatt weiter. Das führte zu Mehreinnahmen von bis zu 200 Millionen Euro, die Einnahmeausfälle aus der Steuersenkung gingen zu Lasten des Bundeshaushaltes. Gleichzeitig müsste das Unternehmen aber mehr Züge einsetzen.

Emissionen im Verkehrssektor weiter hoch

Auch die Politik steht unter Druck. Die schwarz-rote Koalition will die CO2-Emissionen im Mobilitätssektor bis 2030 um rund 40 Prozent senken - doch bisher tat sich hier wenig. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hatte sich daher bereits in der Vergangenheit für geringere Steuern auf Bahntickets ausgesprochen. SPD und CDU hatten zuletzt Zustimmung signalisiert.

RND/fh

Von Fabian Hartmann/RND

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