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Wirtschaft Sparkasse denkt über Strafzins für Reiche nach
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09:31 18.03.2016
Die Sparkasse Oberhausen erwägt Strafzinsen für reiche Anleger. Quelle: Patrick Seeger/dpa
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Oberhausen

Marktbeobachter rechnen schon länger damit, dass die Banken Strafzinsen für Sparer einführen. Die Sparkasse Oberhausen könnte jetzt den Anfang machen: Sie denkt über Verträge mit Großkunden nach, die der Bank Strafzinsen erlauben. Dann könnte sie von Anlegern etwas dafür verlangen, dass diese ihr Geld bei ihr deponieren.

Sollten diese Verträge eingeführt werden, würden diese neuen Regeln aber nur für vermögende Kunden gelten, die Geldbeträge in Millionenhöhe anlegen wollten, versicherte ein Sprecher am Donnerstag in Oberhausen. Kleine Sparer seien "in absehbarer Zeit" nicht betroffen.

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EZB erhöhte gerade erst den Strafzins

Bisher müssen nur die Banken Strafzinsen zahlen – an die Europäische Zentralbank, wenn sie Geld bei ihr deponieren. Die EZB will damit die Kreditvergabe im Euroraum ankurbeln. Der Gedanke dahinter ist: Müssen die Banken Geld für das Bunkern von Liquidität zahlen, verleihen sie ihre Mittel lieber an Verbraucher und Firmen. Gerade erst erhöhe die EZB den Strafzins von 0,3 auf 0,4 Prozent.

Strafzinsen auch für Sparer wären nur eine weitere Folge der EZB-Politik für den Verbraucher. Die niedrigen Zinsen auf Sparbücher und Tagesgeldkonten sind eine andere Konsequenz. Außerdem wollen die Banken neue Gebühren einführen oder bestehende erhöhen.

Aus für kostenloses Girokonto bei Sparkassen

So sagte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Georg Fahrenschon, am Dienstag: "Die Zeit von kostenlosen Girokonten ist vorbei. Alle Marktteilnehmer müssen angesichts der falschen Zinspolitik neue Ertragsquellen erschließen."

Auch in Hannover: Leistung habe ihren Preis, sagte Stefan Becker, Sprecher der Sparkasse Hannover. Die Bank plane ebenfalls eine Gebühr für das bisher kostenlose Girokonto. Wann diese komme, sagte er noch nicht.

dpa/wer/sbü

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