Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Skandinavische Fluggesellschaft SAS hofft auf Gewerkschaften
Mehr Welt Wirtschaft Skandinavische Fluggesellschaft SAS hofft auf Gewerkschaften
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
08:04 19.11.2012
Die skandinavische Fluggesellschaft SAS steht vor der Insolvenz. Nach nächtlichen Verhandlungen ist eine Einigung mit den Gewerkschaften absehbar. Quelle: dpa
Kopenhagen

Ein Unternehmenssprecher sagte am Montagmorgen im dänischen Rundfunksender DR, bis auf zwei kleinere Vertretungen hätten alle Gewerkschaften dem Plan mit Lohnkürzungen, geringeren Pensionsansprüchen sowie Stellenabbau zugestimmt. Die Konzernführung hatte den 15.000 SAS-Mitarbeitern mit Insolvenz gedroht, falls ihre Gewerkschaften nicht grünes Licht für den Krisenplan geben würden. Mehrere SAS-Flüge am Montagmorgen wurden abgesagt.

Hintergrund: SAS handelt Krisenplan aus

Die skandinavische Fluggesellschaft SAS hatte am Sonntag erste Schritte für einen mögliche Insolvenz eingeleitet und gleichzeitig unter Hochdruck mit Gewerkschaften über einen Krisenplan verhandelt. Wie Unternehmenssprecher in heimischen Medien mitteilten, sollten alle SAS-Maschinen im Ausland voll betankt werden, damit sie im Fall der Zahlungsunfähigkeit zum Wochenauftakt noch heimgeflogen werden können.

Gleichzeitig führte das Management in Kopenhagen abschließende Verhandlungen mit Gewerkschaften über einen vor knapp einer Woche vorgelegten Rettungsplan. Nach Angaben des Rundfunksenders DR wollte die Vertretung der Piloten in Dänemark, Norwegen und Schweden eine Kürzung ihrer Einkommen um zehn Prozent bei gleichzeitiger Anhebung der Arbeitsproduktivität um 15 Prozent akzeptieren.

Die Organisationen des Kabinenpersonals signalisierten ihre weitgehende Zustimmung zum Krisenplan und verhandelten ebenfalls in Kopenhagen über noch strittige Fragen. Die Entscheidung des SAS-Aufsichtsrates über Sanierung oder Insolvenz wurde bis spätestens Montagmorgen erwartet.

Konzernchef Rickard Gustafson hatte in seinem Krisenplan vor sechs Tagen ultimativ unter anderem die Zustimmung zu Lohnkürzungen um 15 Prozent für alle 15.000 Beschäftigten verlangt. Hinzu kommen Arbeitszeitverlängerungen, Arbeitsplatzabbau und geringere Pensionsansprüche. SAS will 800 Stellen sofort streichen und 6000 Jobs durch Verkauf der norwegischen Fluggesellschaft Widerøe und der SAS Ground Handling auslagern.

Das 1946 gegründete und halbstaatlich betriebene Unternehmen kämpft seit einem Jahrzehnt vor allem wegen des Erfolgs von Billig-Fluggesellschaften gegen Verluste. Die Unternehmensspitze nannte ihren Krisenplan gegenüber den Beschäftigten immer wieder „die absolut letzte Chance“.

dpa/mhu

Es geht weiter bergauf für Märklin: Das Traditionsunternehmen will sich moderner und breiter aufstellen, ohne an Qualität einzubüßen. Die Kurve nach der Fast-Pleite ist genommen. Und ein neuer Investor will bei Märklin aufspringen.

18.11.2012

Freundlich, verbindlich, bescheiden: Die neuen Chefs der Deutschen Bank werben vor Spitzenmanagern in Berlin um Vertrauen. Die Politik haben sie dabei fest im Blick.

17.11.2012

Bei Deutschlands größtem Baukonzern Hochtief soll auf einen Schlag fast die gesamte Führungsriege ausscheiden. Es habe Streit mit dem spanischen Mehrheitseigentümer ACS um den künftigen Kurs gegeben, hieß es aus Kreisen. ACS wolle mit Hochtief Kasse machen.

17.11.2012