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Wirtschaft Seehofer weist Zeitungsbericht zu Quelle scharf zurück
Mehr Welt Wirtschaft Seehofer weist Zeitungsbericht zu Quelle scharf zurück
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15:08 27.06.2009
Quelle-Einkaufszentrum in Nürnberg Quelle: ddp

„Da äußern sich Leute dazu, die weder eine Zahl noch ein Faktum kennen“, sagte Seehofer am Samstag auf ddp-Anfrage bei einer Parteiveranstaltung im mittelfränkischen Heroldsberg.

Seehofer wies die Darstellung, es gebe ein Kabinettsmitglied in München, das keine Zukunft für Quelle sehe, als falsch zurück. Er halte es für „unverantwortlich, anonym solche Gerüchte in die Welt zu setzen“. Dies richte sich gegen die Region Franken und deren Menschen. Die Zeitung müsse wissen, dass sie damit dem Unternehmen „einen massiven Schaden“ zufüge, sagte Seehofer. So könne man mit den Quelle-Mitarbeitern nicht umgehen.

Der CSU-Chef mahnte die Bundesregierung erneut zur Eile. „Ich fordere die Kanzlerin auf, dafür zu sorgen, dass am Montag eine positive Entscheidung für Quelle gefällt wird“, sagte er. Die Mitarbeiter hätten Anspruch auf eine Chance in der Insolvenz. In Berlin könne man den Leuten schließlich „nicht wochenlang eine Insolvenz als Chance verkaufen, und wenn es soweit ist, dann den Betrieb platt machen“, sagte Seehofer.

Dem Zeitungsbericht zufolge ist Quelle aus Sicht der Bundesregierung in seiner heutigen Form nicht überlebensfähig. In Regierungskreisen heiße es übereinstimmend, dass die Tochtergesellschaft des insolventen Arcandor-Konzerns wahrscheinlich am Ende geordnet abgewickelt werden müsse. Das gelte selbst für den Fall, dass sich der Bund und das Land Bayern am Montag entschlössen, Quelle den beantragten Staatskredit in Höhe von 50 Millionen Euro zu gewähren. Im besten Fall finde sich ein Investor, der Teile des Betriebs übernehme und die zugehörigen Arbeitsplätze rette.

Die Einschätzung aus Berlin sei auch von einem ranghohen Mitglied der bayerischen Staatsregierung bestätigt worden, schreibt die Zeitung. Quelle habe sich überlebt, daher sei auch „die Liquidation des Unternehmens ein denkbares Szenario“, sagte das Regierungsmitglied dem Blatt.

ddp

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