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Wirtschaft Schaeffler arbeitet an Holding-Konzept für Conti-Übernahme
Mehr Welt Wirtschaft Schaeffler arbeitet an Holding-Konzept für Conti-Übernahme
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13:07 03.08.2009
Maria-Elisabeth Schaeffler mit Sohn Georg. Quelle: Nigel Treblin/ddp
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Im Zuge der Übernahme von Continental solle eine neue Holding mit dem Arbeitstitel „HolCo“ gegründet werden, berichtet das „Handelsblatt“. Die Holding soll demnach helfen, die Verschuldung Schaefflers in den Griff zu bekommen. Bei Schaeffler war am Montagmorgen zunächst kein Sprecher für eine Stellungnahme zu erreichen.

An die Holding „HolCo“ soll dem Blatt zufolge eine operative Einheit mit dem Titel „OpCo“ gehängt werden, die das operative Geschäft von Schaeffler und Continental umfassen soll. Die insgesamt 22 Milliarden Euro Schulden sollen der Zeitung zufolge zwischen den Gesellschaften aufgeteilt werden. So müsste Schaeffler nicht mit seiner vollen Schuldenlast in eine spätere Fusion mit Continental gehen. In sechs bis zwölf Monaten solle Continental dem Plan zufolge dann mit der „OpCo“ verschmolzen werden.

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An Elmar Degenhart als möglichem künftigen Continental-Vorstandsvorsitzenden will Schaeffler dem Blatt zufolge festhalten. Der Leiter der Schaeffler-Autozulieferersparte solle sich in den nächsten Tagen den Arbeitnehmervertretern von Continental präsentieren. „Es gibt das Interesse, Herrn Degenhart kennenzulernen“, wird Werner Bischoff, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender und Vertreter der IG BCE, zitiert. Bischoff setze aber dennoch weiter auf den derzeitigen Continental-Chef Karl-Thomas Neumann.

Neumann stehe kurz vor seiner Ablösung, nachdem ihm die Vertreter der Kapitalseite im Aufsichtsrat das Vertrauen entzogen hätten, hatte Bischoff am Donnerstag gesagt. Auch das Finanzressort könne bald mit einem Vertreter der Herzogenauracher besetzt werden. Der kommissarische Continental-Finanzvorstand Gerard Cordonnier gebe seine Position auf, berichtet das Blatt weiter. Ein Sprecher von Continental wollte sich am Montag nicht dazu äußern.

ddp