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Wirtschaft Reisebranche hofft auf Rekordjahr
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22:00 30.12.2012
Trotz der politischen Unruhe in Ägypten ist Scharm-el-Scheich am Roten Meer ein beliebtes Winterreise-Ziel geblieben. Quelle: dpa
Hannover

Bereits im abgelaufenen Touristikjahr steht für die meisten Veranstalter ein dickes Plus in der Bilanz. Die Umsätze der Branche stiegen um 7,5 Prozent auf 19,2 Milliarden Euro, die Zahl der Teilnehmer erhöhte sich um 4,5 Prozent auf knapp 33 Millionen. Erstmals seit längerer Zeit haben die großen Veranstalter stärker zulegen können als ihre kleineren Konkurrenten.

Nummer eins ist weiterhin mit großem Abstand die TUI, dahinter belegen die Rewe-Touristik (ITS, Tjaereborg) und Thomas Cook (Neckermann) eng beieinander die Plätze zwei und drei. Die TUI und Thomas Cook, beide börsennotiert, hatten sich in den vergangenen Jahren darauf konzentriert, ihre Rendite zu erhöhen - und dafür in Kauf genommen, Marktanteile zu verlieren. „Marge vor Menge“ lautete die Devise. Inzwischen haben die Branchenführer den Schalter umgelegt: Beide wollen nun profitabel wachsen. Zuletzt waren sie damit in Deutschland erfolgreich: Bei der TUI beispielsweise stieg der operative Gewinn zuletzt um rund 18 Prozent auf 123 Millionen Euro, während sich der Umsatz nur um gut 6 Prozent auf rund 4,4 Milliarden Euro erhöhte.

Hinter dem führenden Trio glänzen zwei Mittelständler mit beeindruckenden Wachstumsraten: Die Münchener FTI Touristik steigerte ihren Umsatz hierzulande um 16 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro und liegt damit vor Alltours auf Platz vier; Schauinsland-Reisen aus Duisburg wuchs sogar um 26 Prozent auf 701 Millionen Euro (Platz sieben). Auch Aida Cruises konnte im abgelaufenen Reisejahr zweistellig zulegen und landete mit einem Plus von 10 Prozent bei einem Umsatz von 1,1 Milliarden Euro.

Mit Blick auf das nächste Jahr zeigt sich der Deutsche Reiseverband (DRV) etwas zurückhaltener als die einzelnen Verbandsmitglieder in der fvw-Umfrage. Ein „leichtes Marktwachstum“ sei möglich, heißt es in der Berliner Zentrale - entscheidend sei jedoch, „wie sich die weitere wirtschaftliche Entwicklung im Euro-Raum gestaltet“. Das gelte vor allem für Geschäftsreisen. Diese Klientel habe bereits auf die Konjunkturschwäche in Teilen Europas mit nachlassender Reisetätigkeit reagiert.

Die Veranstalter ficht das jedoch nicht an. Besonders optimistisch ist der Griechenland-Spezialist Attika: Man rechnet mit einem Plus von 20 Prozent.

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