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Wirtschaft Porsche zeigt VW die kalte Schulter
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23:19 29.06.2009
Von Lars Ruzic

Dies sei schon deshalb nicht möglich, weil in dem Fall die Porsche-Kredite in Höhe von 10,75 Milliarden Euro sofort fällig würden, sagte ein Sprecher. Das würde den durch den Einstieg bei VW ohnehin angeschlagenen Konzern endgültig in die finanzielle Bredouille bringen. Die Porsche-Seite spielt offensichtlich auf Zeit, weil die Verhandlungen mit dem Emirat Katar noch nicht abgeschlossen sind. Man befinde sich auf der Zielgeraden, so der Sprecher. Allerdings sei noch unklar, in welcher Form sich die Scheichs beteiligen wollen. Nach Informationen dieser Zeitung bevorzugt Katar inzwischen das Modell, maßgeblicher Aktionär eines um Porsche vergrößerten VW-Konzerns zu sein. Dazu könnte man etwa die restlichen Porsche-Optionen in Höhe von 20 Prozent übernehmen. Zudem drängt das Emirat auf eine schnelle Einigung aller Beteiligten, bevor es seine Milliarden investiert.

Die Fronten sind derzeit allerdings verhärteter denn je. Hintergrund sind die Erpressungsvorwürfe von Aufsichtsratschef Wolfgang Porsche in Richtung Volkswagen. Porsche behauptet, ihm sei in der vergangenen Woche ein Brief mit dem VW-Angebot per Boten zugeleitet worden, in dem ihm eine Frist zur Annahme bis Ende Juni gesetzt wurde. Volkswagen bestritt jedoch sowohl die Existenz des Briefes als auch des Ultimatums. Dem Porsche-Vorstand liege weder das Papier vor noch kenne man den genauen Absender, so ein Sprecher. Die Zusammenführung beider Konzerne lässt derzeit einmal mehr die Spitzen der beiden Familienstämme, Wolfgang Porsche und Ferdinand Piëch, aufeinanderprallen. Während der Erste Porsche als Machtzentrale erhalten will, strebt der Zweite eine Übernahme durch VW an – auch um sich als VW-Aufsichtsratschef ins Zentrum der Macht zu rücken. Niedersachsens Ministerpräsident Christian Wulff, der den zweiten VW-Großaktionär im Aufsichtsrat vertritt, dringt indes auf eine schnelle Entscheidung der Porsche-Seite.

Es lägen alle Fakten auf dem Tisch, sagte Wulff. Die nächste Aufsichtsratssitzung in 14 Tagen sei das richtige Gremium für eine Entscheidung. In Kreisen der Landesregierung hieß es, am Ende werde es einen großen Konzern mit Sitz in Wolfsburg geben, in den andere Unternehmen integriert werden. Scharfe Kritik mussten sich der Regierungschef und Piëch indes von Porsche-Betriebsratschef Uwe Hück anhören. Der langjährige VW-Konzernchef und Porsche-Mitgesellschafter wolle offenbar zum Schuldenabbau der Stuttgarter „nicht in seinen Geldbeutel greifen“ und stattdessen „lieber mit Wulff und den VW-Vorständen das Vermögen von VW plündern“, sagte Hück in einem Interview.

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