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Wirtschaft Piloten kündigen Warnstreiks bei Air Berlin und LTU an
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16:44 02.03.2010
Air Berlin habe bislang kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet, teilte die Gewerkschaft VC am Dienstag in Frankfurt am Main mit.
Air Berlin habe bislang kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet, teilte die Gewerkschaft VC am Dienstag in Frankfurt am Main mit. Quelle: dpa
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Nach den Arbeitskämpfen bei der Lufthansa hat die Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit (VC) auch Streiks bei Air Berlin und deren Tochter LTU angekündigt. In den „kommenden Tagen“ solle dort „verhandlungsbegleitende, dreistündige Warnstreiks“ geben, teilte die Gewerkschaft am Dienstag in Frankfurt am Main mit. Die Streiks seien in der vergangenen Woche beschlossen worden. VC geht es in der Auseinandersetzung um die Arbeitsbedingungen der Piloten. Zu den strittigen Punkten gehören demnach besonders die Flugdienst- und Ruhezeiten sowie die Bereitschaftszeiten. Air Berlin habe bislang kein verhandlungsfähiges Angebot unterbreitet.

Die Gewerkschaft forderte „die mittelfristige Harmonisierung der Arbeitsbedingungen auf dem im Vergleich besseren Niveau der Air Berlin-Tochtergesellschaft LTU“. Für die Air Berlin-Piloten fänden lediglich die gesetzlichen Bestimmungen Anwendung, die nach den von der EU in Auftrag gegebenen wissenschaftlichen Studien nicht ausreichend seien, kritisierte die Gewerkschaft. VC will zudem eine verstärkte Flugbesatzung bei LTU-Langstreckenflügen durchsetzen. Air Berlin gehört demnach zu den wenigen Fluggesellschaften in Europa, die Langstreckenziele im Westen der USA und nach Fernost mit einer Besatzung von zwei Piloten anfliege. Fast alle anderen Gesellschaften verstärkten das Cockpitpersonal durch einen dritten Piloten.

Die VC hatte Ende Februar bereits bei der Lufthansa für einen Tag die Arbeit niedergelegt. Ursprünglich hatten die Piloten einen Streik von vier Tagen geplant, einigten sich dann aber mit der Lufthansa auf neue Verhandlungen. Der VC geht es im Kern um die Sicherung der Arbeitsplätze der 4000 deutschen Lufthansa-Piloten, die sie durch eine Verlagerung an ausländische Tochterunternehmen gefährdet sieht.

afp