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Wirtschaft Piëch: Hohe Energiepreise schaden Wirtschaftsstandort Deutschland
Mehr Welt Wirtschaft Piëch: Hohe Energiepreise schaden Wirtschaftsstandort Deutschland
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10:06 10.11.2012
Wegen der hohen Energiepreise in Deutschland werden VW-Fahrzeuge „tendenziell“ teurer, sagt Ferdinand Piëch. Quelle: dpa
Berlin

„Deutschland läuft aufgrund hoher Energiekosten Gefahr, Industriezweige wie Gießereien und Metall mittelfristig zu verlieren“, sagte er der „Bild am Sonntag“. „Wir bei Volkswagen merken das beim Einkauf zum Teil schon heute, weil wir aufgrund des Kostendrucks auf Lieferanten aus anderen Ländern umsteigen müssen.“ VW-Fahrzeuge würden dadurch „tendenziell“ teurer.

Einer möglichen Rabattschlacht sieht der oberste VW-Kontrolleur allerdings gelassen entgegen: „Für uns wird es unblutig sein“, sagte er. Fiat-Chef Sergio Marchionne hatte VW vorgeworfen, ein „Blutbad“ bei den Margen anzurichten. Indem die Wolfsburger aggressive Rabatte gewährten, nutzten sie die Krise, um Marktanteile zu gewinnen. VW hatte die Kritik umgehend zurückgewiesen. Vor kurzem dann hatten Fiat und VW ihren Streit beigelegt.

VW hat auf die Energiewende laut Piëch bereits reagiert: „Wir kaufen preiswerte Wasserkraft und alternative Energien.“ Mit Sorge beobachtet er die Entwicklung der Euro-Krise: „Sorgen machen uns die Regionen südlich der Alpen und westlich vom Rhein. Fünf Prozent Plus oder Minus in Deutschland merkt man kaum, aber zwei Drittel weniger in Spanien schon.“ Im kommenden Jahr rechnet Piëch für seine Branche mit Absatzproblemen auf dem europäischen Markt: „Die Situation speziell in Europa ist von deutlich zunehmender konjunktureller Unsicherheit geprägt. Die Rahmenbedingungen sind und bleiben insofern herausfordernd.“ 

dpa

Einst hatte sie fast 17 Milliarden Euro auf dem Konto – genug, um in der Krise mit Kurzarbeiterprogrammen die Entlassung von Hunderttausenden zu verhindern. Für so etwas fehlt der Bundesagentur für Arbeit inzwischen das Geld – die Behörde schreibt rote Zahlen.

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