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Wirtschaft Phoenix setzt auf Kombi-Stecker
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22:39 27.11.2012
Von Lars Ruzic
„Diese Technologie wird sich durchsetzen“: Der Kombi-Stecker steht kurz davor, zur Industrienorm erklärt zu werden. Quelle: Handout
Hannover

Am Standort in Schieder-Schwalenberg an der niedersächsischen Grenze sollen dafür eine zweistellige Millionensumme investiert und rund 50 Arbeitsplätze geschaffen werden, teilte das Unternehmen am Dienstag mit.

Geschäftsführer Roland Bent geht davon aus, dass sich mit Elektromobilität schon in wenigen Jahren gutes Geld verdienen lasse. Vor allem Autos mit Hybridantrieben, die wenigstens kleinere Strecken rein elektrisch fahren können, dürften bald vor dem Durchbruch stehen, sagte Bent der HAZ. Die Branche setzt derzeit auf sogenannte Plug-in-Hybride, die sowohl konventionellen Treibstoff als auch Strom „tanken“ können.

Hier setzt der Weltmarktführer für elektrische Verbindungstechnik an. Phoenix Contact hat gemeinsam mit den deutschen Autoherstellern einen Stecker entwickelt, der sowohl das langsame Wechselstrom-Laden über Nacht in der heimischen Garage als auch ein schnelles Laden mit Gleichstrom an öffentlichen Zapfsäulen ermöglicht. „Wir gehen davon aus, dass sich diese Technologie für alle Modelle durchsetzen wird, bei denen der Fahrer flexibel sein will“, sagte Bent.

Der Kombi-Stecker steht kurz davor, zur Industrienorm erklärt zu werden. Europas Autohersteller haben sich bereits darauf verständigt, von 2017 an für kombinierte Lademöglichkeiten auf dieses Modell zurückzugreifen. Auch in den USA wurde das Modell zum Standard erklärt. Volkswagen wird seine ersten Elektro-Massenmodelle, den E-Up 2013 und den E-Golf 2014, mit dem Kombi-Modell ausstatten. Ob Phoenix Contact diese Aufträge gewonnen hat, wollte Bent gestern nicht sagen. Die Westfalen haben das System zwar entwickelt, es ist allerdings nicht durch Patente geschützt.

Phoenix Contact hat seinen Sitz im lippischen Blomberg und ein großes Werk in Bad Pyrmont. Auf beiden Seiten der Landesgrenze arbeiten insgesamt 5300 Menschen, davon fast 1200 Ingenieure. In diesem Jahr seien in Deutschland rund 150 neue Jobs geschaffen worden, berichtete Bent. Weltweit stieg die Belegschaft um 400 auf 12.700.

Trotz der schwierigen Konjunktur in Südeuropa und China werde man das Jahr wohl mit einem Umsatzplus von 5 Prozent auf 1,6 Milliarden Euro abschließen, sagte Bent. Damit liege der Spezialist für Elektronikkomponenten immer noch über dem Branchenschnitt. Bent hofft darauf, dass der Konzern auch im kommenden Jahr leicht zulegen könne. Das Unternehmen, das von Inhaber Klaus Eisert geführt wird, gilt als Ertragsperle: In der zuletzt veröffentlichten Bilanz von 2010 kam der Konzern auf eine operative Umsatzrendite von fast 18 Prozent.

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