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Wirtschaft Otto Group legt zu
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17:32 18.06.2009
Der Firmensitz der Otto Group in Hamburg. Quelle: David Hecker/ddp

Dies seien im Vergleich zum Vorjahr 0,5 Prozent mehr. Währungsbereinigt erzielte der weltweit zweitgrößte Online-Händler ein Umsatzplus von 1,9 Prozent. Zugleich stieg der Jahresüberschuss im Berichtsjahr von 277 Millionen auf 321 Millionen Euro.

An Gesprächen mit dem insolventen Konzern Arcandor über einzelne Unternehmensteile zeigte sich Schrader interessiert. Die Lage des zu Arcandor gehörenden Wettbewerbers Quelle betrachte er „durchaus mit Sorge“. Die Ereignisse könnten auf die Gesamtattraktivität des Versandhandels negative Folgen haben. „Mir macht vor allem die Auswirkung Sorge, die direkt beim Kunden ankommt“, erklärte Schrader. So besitze Quelle einen guten Namen und immerhin geschätzte mehr als acht Millionen Kunden in Deutschland.

Gegen eine Übernahme von Quelle spricht laut Schrader, dass die Otto Group eine erfolgreiche Sanierung nicht für möglich hält. Mit Blick auf die gesamte Versandsparte Primondo sagte er jedoch, dass es dort eine Reihe von Modekonzepten gebe, die für das Hamburger Unternehmen interessant seien.

Zugleich zeigte sich das Unternehmen interessiert an der Aufnahme von Gesprächen zur Zukunft der Karstadt-Sporthäuser. Mit SportScheck sei die Otto Group bereits sehr erfolgreich hierzulande, betonte Schrader. Diese Kompetenz könnte mit den Karstadt-Sporthäusern ausgebaut werden. Detailliert habe man sich aber noch nicht mit dem Thema beschäftigt. „Wir würden gerne in Gespräche einsteigen, wenn sie sich eröffnen“, sagte Schrader. Otto-Sprecher Thomas Voigt betonte, es gebe derzeit weder mit Arcandor noch mit Teilen des Unternehmens Gespräche.

Während sich der Umsatz der Otto-Gruppe auf dem deutschen Markt um 2,3 Prozent auf insgesamt rund 5,4 Milliarden Euro erhöhte, sanken die Erlöse im Ausland um 1,5 Prozent auf knapp 4,7 Milliarden Euro. Wachstumsmotor war Schrader zufolge erneut der E-Commerce-Bereich. Die Online-Nachfrage sei um 12,5 Prozent auf 5,5 Milliarden Euro gestiegen. Die ausschließlich über die Online-Shops realisierte Nachfrage wuchs sogar um 24 Prozent. Insgesamt wurden 86,9 Prozent des Konzernumsatzes mit dem Verkauf von Handelswaren, 8 Prozent mit Erlösen aus dem Bereich Service und 5,1 Prozent mit Finanzdienstleistungen erzielt.

Im ersten Quartal des laufenden Geschäftsjahres (März bis Mai) verzeichnete die Gruppe eine leichte Umsatzsteigerung. Eine Prognose für Umsatz und Ertrag sei jedoch aufgrund des unklaren gesamtwirtschaftlichen Umfelds unseriös. Ferner haben die Gesellschafter der Otto Group in dieser Woche entschieden, das Eigenkapital von 660 auf 770 Millionen Euro zu erhöhen.

Die 1949 gegründete weltweit tätige Handels- und Dienstleistungsgruppe beschäftigt nach eigenen Angaben insgesamt rund 49 500 Mitarbeiter auf drei Kontinenten. Für den Unternehmenssitz in Hamburg gibt es Schrader zufolge momentan keinerlei Pläne, die Belegschaft zu reduzieren.

ddp

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