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Wirtschaft Offenbar erneut Landesgelder für Werften in Mecklenburg-Vorpommern
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14:23 13.11.2021
Das in Stralsund gebaute Expeditionskreuzfahrtschiff „Crystal Endeavor“ liegt am Ausrüstungskai der MV Werften Stralsund. Die „Crystal Endeavor“ ist der erste Schiffsneubau nach der Übernahme der Stralsunder Werft durch Genting (Archivbild).
Das in Stralsund gebaute Expeditionskreuzfahrtschiff „Crystal Endeavor“ liegt am Ausrüstungskai der MV Werften Stralsund. Die „Crystal Endeavor“ ist der erste Schiffsneubau nach der Übernahme der Stralsunder Werft durch Genting (Archivbild). Quelle: Stefan Sauer/dpa
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Wismar/Schwerin

Die „MV Werften“ sind offenbar erneut in wirtschaftlicher Schieflage. Die Regierung in Schwerin berät zurzeit über erneute Finanzhilfen für das Unternehmen, wie die „Ostsee-Zeitung“ berichtet. Den Angaben zufolge seien 148 Millionen US-Dollar notwendig, damit die MV Werften das erste Schiff der sogenannten Global Class überhaupt weiterbauen können. Der Großteil des Geldes soll vom Land Mecklenburg-Vorpommern kommen: immerhin 88 Millionen US-Dollar.

Das Wirtschaftsministerium in Schwerin machte zunächst keine konkreten Angaben in der Angelegenheit. Sollten jedoch Liquiditätshilfen notwendig sein, würden diese „in den zuständigen Gremien der Landesregierung und des Landtags beraten“, so ein Sprecher. Zum Erhalt der Werften und tausender Jobs seien die Schiffe Global 1 und Global 2 „unverzichtbar“. Eine Entscheidung werde bis zum Frühjahr 2022 angestrebt. Der noch amtierende Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sprach zuletzt von Ende 2021.

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Dem Bericht zufolge sei eine Idee, den Winter erneut mit Kurzarbeit zu überstehen. Dass der Bund diese Regelung bis zum Frühjahr verlängern wolle, käme den Werften damit zugute. In der Bundesregierung herrsche derweil große Skepsis, ob sich die Situation für die Werften des Konzerns Genting Hongkong wieder beruhigt. „Es fehlt an Liquidität“, so der Bericht. Ob es zu einer Finanzierung und Absicherung weiterer geplanter Schiffe komme, sei völlig unklar. Allenfalls „auf höchster politischer Ebene“ sei dieses Problem zu lösen, etwa zwischen einem neuen Bundeskanzler Olaf Scholz und der Ministerpräsidentin Manuela Schwesig.

RND/alx

Der Artikel "Offenbar erneut Landesgelder für Werften in Mecklenburg-Vorpommern" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.