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17:52 13.05.2016
Nach der Kündigung eines jahrzehntealten Tarifvertrags droht bei der Lufthansa neuer Streit. Quelle: Uwe Anspach
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Köln

Damit solle der Weg für eine Neuverhandlung der Regelungen frei gemacht werden. Die Gewerkschaft Verdi reagierte abweisend.

33.000 Mitarbeiter betroffen

Der "Tarifvertrag Schutzabkommen Boden" sieht laut dem Sprecher besondere Regelungen vor für Mitarbeiter am Boden, die seit mindestens 15 Jahren bei Lufthansa sind. Wenn deren Stelle von einer Restrukturierung, also etwa der Schließung ihrer Abteilung, bedroht sei, müsse das Unternehmen drei Jahre lang versuchen, einen anderen Job im Konzern für sie zu finden. Erst danach könnte ihnen betriebsbedingt gekündigt werden. Laut "Spiegel" betrifft die Regelung rund 33.000 Mitarbeiter. Der Lufthansa-Sprecher sagte, die Unternehmensführung wolle die Regelungen "modernisieren". Die Betroffenen sollten qualifiziert werden für neue Jobs bei Lufthansa oder aber bei anderen Firmen. Der Sprecher verwies zugleich darauf, dass es im Lufthansa-Manteltarifvertrag generell besondere Kündigungsschutzklauseln für Mitarbeiter gebe, die mindestens 15 Jahre im Unternehmen sind.

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Verdi-Verhandlungsführerin Christine Behle reagierte skeptisch auf die Kündigung des Tarifvertrags. "Warum sollten wir uns unser Recht auf besonderen Kündigungsschutz aus der Hand schlagen lassen?", fragte sie im Gespräch mit dem "Spiegel".

Im Hintergrund schwelt Streit um Sparkonzept "Wings"

Die Lufthansa befindet sich mit mehreren Gewerkschaften in einem langwierigen Tarifkonflikt, der in den vergangen Wochen und Monaten allerdings etwas an Schärfe verlor. Dabei geht es zwar vordergründig um Löhne und die umstrittene Übergangsversorgung für ältere Arbeitnehmer. Im Hintergrund schwelt aber immer auch der Streit um das Sparkonzept "Wings". Die Lufthansa bietet im Konkurrenzkampf mit den Wettbewerbern auf mehr Strecken Billigflüge an. Das Personal der günstigen Billigtochter Eurowings wird nicht nach den Lufthansa-Tarifen bezahlt, sondern schlechter.

afp

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