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Wirtschaft Netzagentur: Frequenz-Auktion könnte mehrere Wochen dauern
Mehr Welt Wirtschaft Netzagentur: Frequenz-Auktion könnte mehrere Wochen dauern
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11:40 12.04.2010
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Die Bundesnetzagentur rechnet bei der am Montag startenden Versteigerung von Frequenzen für den Mobilfunk nicht mit schnellen Ergebnissen. Die Auktion könne mehrere Wochen dauern, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth, im Deutschlandradio. Die Bundesnetzagentur versteigert ab Mittag in Mainz die Frequenzen für den Mobilfunk der vierten Generation (4G). Als Bieter sind die vier in Deutschland tätigen Mobilfunker T-Mobile, Vodafone, O2 und E-Plus zugelassen.

Kurth wollte keine Prognose zu den möglichen Erlösen für den Staat durch die Auktion machen, die von der Bundesnetzagentur ausgerichtet wird. „Die Auktion hat eigentlich nicht das Ziel, die Einnahmen des Staats zu maximieren“, sagte der Behördenchef dem Radiosender. Stattdessen gehe es darum, die leistungsfähigsten Unternehmen für den Ausbau des Mobilfunks zu finden: „Das ist eben nach einem ökonomischen Prinzip auch derjenige, der sich bei einer solchen Auktion durchsetzt.“

Die 4G-Technik soll deutlich schnelleres Internet ermöglichen als die bisherige Handy- und Festnetztechnik. Ein Teil der zu vergebenden Frequenzen ist zudem besonders geeignet, ländliche Gebiete zu versorgen. Das zu versteigernde Frequenzspektrum ist sehr viel größer als bei der spektakulären Versteigerung der UMTS-Frequenzen im Jahr 2000. Dennoch dürften die Einnahmen des Staates aus der Auktion unter den damaligen 100 Milliarden Mark liegen.

afp