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13:56 31.03.2016
In einigen Kommunen wird es in der nächsten Woche Warnstreiks in Kitas und im Nahverkehr geben.
In einigen Kommunen wird es in der nächsten Woche Warnstreiks in Kitas und im Nahverkehr geben. Quelle: dpa/Archiv
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Potsdam/Bremerhaven

Im öffentlichen Dienst von Bund und Kommunen stehen in der kommenden Woche Warnstreiks bevor. Der Beamtenbund dbb kündigte Aktionen für Dienstag in Bremerhaven an, für Mittwoch in Fulda und Erfurt und für Donnerstag in Flensburg und Salzgitter. Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) ruft zum Ende der Woche zu "betrieblichen Aktionen" bis hin zu Warnstreiks vor allem in Kitas auf.

Die Gewerkschaft Verdi will erst am kommenden Montag entscheiden, ob und in welchem Umfang sie vor der zweiten Runde der Tarifverhandlungen für die gut zwei Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen zu Aktionen aufruft. Sie sind wohl zunächst nur als erster Warnschuss zu verstehen. Bei der GEW hieß es, sie würden bei weitem nicht so heftig ausfallen wie die Kitastreiks des vergangenen Jahres.

Die zweite Runde ist für übernächsten Montag (11. April) vereinbart worden. Die erste Runde war am 21. März nach kurzer Dauer ohne Annäherung von Arbeitnehmervertretern und Arbeitgebern zu Ende gegangen.

Verdi und der dbb fordern für die Beschäftigten sechs Prozent mehr Lohn. Die Arbeitgeber lehnen das als zu hoch ab. Ein weiterer strittiger Punkt ist die betriebliche Altersversorgung in den Kommunen. Städte und Gemeinden wollen hier Leistungseinschnitte.

Verhandelt wird unter anderem für Erzieher, Müllabfuhr, Straßenreinigung, Kliniken sowie Bundespolizisten. dbb-Chef Klaus Dauderstädt sagte der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Donnerstag), Warnstreiks seien vor allem in kommunalen Einrichtungen geplant, etwa bei Zulassungsstellen, Kitas, Ordnungsämtern sowie Verkehrsbetrieben wie Straßenbahnen und Bussen.

Nach Dauderstädts Worten haben die Kommunen im Durchschnitt nur noch 15 Prozent Beamte, für die ein Streikverbot gilt. Daher gebe es einen Anteil von 85 Prozent an Tarifbeschäftigten, die in den Arbeitskampf gehen können. Und bis zur dritten Runde am 28. April könnten sich die Warnstreiks noch verschärfen, wenn die Arbeitgeber sich nicht bewegten.

dpa