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Wirtschaft Monsanto lehnt Bayer-Angebot ab
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19:44 24.05.2016
Der US-Saatgutriese Monsanto hat die 62 Milliarden Dollar schwere Übernahmeofferte von Bayer abgelehnt. Quelle: Franz-Peter Tschauner/dpa
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St. Louis/Leverkusen

55 Milliarden Euro sind nicht genug, um den US-Saatgutriese Monsanto zu kaufen. Die Bayer-Offerte sei zu niedrig, teilte das Unternehmen am Dienstag mit. Das Management habe sich einstimmig zur Ablehnung des Angebots entschieden, sei aber offen für konstruktive Gespräche.

Zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg darüber berichtet. Bayer wollte sich zunächst nicht zu dem Bericht äußern.

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Am Montag war bekanntgeworden, dass Bayer Monsanto für umgerechnet mehr als 55 Milliarden Euro übernehmen will. Es wäre eine der teuersten Übernahmen der deutschen  Wirtschaftsgeschichte. Der Dax-Konzern bietet je Monsanto-Aktie 122 US-Dollar in bar – insgesamt 62 Milliarden Dollar. Insgesamt für 37 Prozent mehr als die Aktie vor dem Schlusskurs vor zwei Wochen wert war.

Damit würde Bayer zum führenden Chemie-, Agrar- und Saatgutunternehmen aufsteigen. Bereits nach drei Jahren könne das Ergebnis des zusammengelegten Bayer-Monsanto-Konzerns durch Einspareffekte und eine bessere Verzahnung jährlich um rund 1,5 Milliarden Dollar verbessert werden.

Der Saatgut-Spezialist Monsanto steht international wegen seiner gentechnisch veränderten Produkte in der Kritik. Zudem stellt das US-Unternehmen den weltweit meistgenutzten Unkrautvernichter "Roundup" mit dem umstrittenen Wirkstoff Glyphosat her. In Deutschland kommt das Unkrautbekämpfungsmittel auf etwa 40 Prozent der Felder zum Einsatz. Es steht laut einigen Studien im Verdacht, Krebs zu erregen.

dpa/RND/abr

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