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Wirtschaft Metro will 60 der 90 Karstadt-Häuser übernehmen
Mehr Welt Wirtschaft Metro will 60 der 90 Karstadt-Häuser übernehmen
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09:05 04.06.2009
Quelle: Jochen Luebke/Clemens Bilan/ddp
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"Wir sind sicher, dass wir von den 90 Häusern 60 übernehmen und in unser Galeria-Kaufhof-Konzept integrieren können", sagte Metro-Finanzvorstand Thomas Unger der "Welt". Damit würde der Konzern "dem weit überwiegenden Teil der Karstadt-Beschäftigten eine gesicherte Zukunft geben". Arcandor-Chef Karl-Gerhard Eick hatte den Metro-Vorschlag bisher abgelehnt.

Die rund 4000 Mitarbeiter in den 30 zu schließenden Filialen würden nicht zwangsläufig alle arbeitslos, sagte Unger. "Wir haben selbstverständlich schon mal vorgefühlt: Es gibt Interesse einer ganzen Reihe von Handelsketten an den Häusern. Unsere eigene Elektronik-Handelskette Saturn gehört dazu." In jeder neuen Form der Nutzung würden immer auch erfahrene Handelsmitarbeiter gebraucht. Laut Unger könnte bereits "Ende Juli das erste Gerüst der Deutsche Warenhaus AG stehen".

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Die Ablehnung der Staatsbürgschaft durch die EU für Arcandor begrüßte der Metro-Finanzchef: "Das bestätigt unsere Position, dass man die Verluste von Arcandor nicht sozialisieren darf. Es kann nicht sein, dass die Allgemeinheit die Risiken unternehmerischen Handelns aufgebürdet bekommt." Der Metro-Vorschlag hingegen stelle ein Rettungskonzept dar, "das den Steuerzahler heraushält und zudem zukunftsfähige Strukturen für die Warenhäuser in Deutschland schafft", sagte Unger.

Metro-Vorstandschef Eckhard Cordes wird bis Ende der Woche mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Frank-Walter Steinmeier (SPD) über eine mögliche Karstadt-Übernahme sprechen. Bei einem Zusammengehen beider Warenhaus-Unternehmen müssten 5000 Vollzeitkräfte abgebaut werden. Karstadt beschäftigt derzeit 22.000 Vollzeit-Mitarbeiter, Kaufhof 18.400.

afp