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Wirtschaft Metro steigt zum drittgrößten Handelskonzern der Welt auf
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15:41 11.01.2010
Zum Metro-Konzern gehören Kaufhof, Media Markt, Saturn und real.
Zum Metro-Konzern gehören Kaufhof, Media Markt, Saturn und real. Quelle: ap
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Deutschlands Einzelhandelsunternehmen sind international immer erfolgreicher. Dem Metro-Konzern (Kaufhof, Media Markt, Saturn, real) gelang jetzt sogar erstmals der Sprung unter die drei größten Anbieter der Welt. In der am Montag veröffentlichten weltweiten Vergleichsstudie „Global Powers of Retailing“ der Unternehmensberatung Deloitte belegte der Handelsriese Rang drei und verdrängte damit den britischen Konkurrenten Tesco von den Medaillenrängen.

Umsatzstärker sind nur noch der US-Handelskonzern Wal-Mart und der französische Konkurrent Carrefour. Doch auch andere deutsche Handelskonzerne konnten ihre Position im Ranking verbessern. Die Schwarz-Gruppe (Lidl, Kaufland) machte sogar gleich zwei Plätze gut und steht jetzt weltweit an fünfter Position. Aldi kletterte auf Rang neun und Rewe sicherte sich Platz elf der internationalen Rangliste.

Rossmann besonders wachstumsstark

Als besonders wachstumsstark erwies sich erneut die Drogeriemarktkette Rossmann. Als einziges deutsches Unternehmen schaffte sie es in die Top 50 der am schnellsten wachsenden Handelskonzerne und belegte dort Platz.

Doch hinterließ die Wirtschaftskrise auch deutliche Spuren im Einzelhandel. „Die Profitabilität aller Top-250-Unternehmen fiel insgesamt von 3,7 auf 2,4 Prozent - in Europa sogar von 4,1 auf 2,7 Prozent - und die Verbraucher zeigten sich weniger ausgabefreudig“, berichtete Deloitte-Experte Jochen Kuhnert. Besonders hart traf die Krise der Studie zufolge Anbieter von Mode. Lebensmittelhändler konnten sich dagegen besser behaupten. Vor allem Supermärkte erlebten der Studie zufolge geradezu eine Renaissance.

Ingesamt gelang 10 deutschen Konzernen der Sprung in die die Top 100. Neben der Metro, der Schwarz-Gruppe, Aldi und Rewe waren das Edeka (Platz 19), Tengelmann (58), Otto (70), Arcandor (71), Schlecker (89) sowie C&A (99).

Der Blick der Handelsexperten in die Zukunft fällt dennoch wenig optimistisch aus: „Der Weg aus der Krise wird nicht einfach. Die Verbraucher achten enorm auf das Preis-Leistungs-Verhältnis und sparen vor allem an Gütern aus dem Luxus- und Freizeitsegment“, sagte Kuhnert.

ap