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Wirtschaft Mehr chinesische Konzerne gehören zur Weltspitze
Mehr Welt Wirtschaft Mehr chinesische Konzerne gehören zur Weltspitze
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17:07 09.07.2009
In den Top 10 der umsatzstärksten Unternehmen der Welt: der chinesische Energiekonzern Sinopec.
In den Top 10 der umsatzstärksten Unternehmen der Welt: der chinesische Energiekonzern Sinopec. Quelle: Frederic J. Brown/AFP
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Dies geht aus der am Mittwoch (Ortszeit) veröffentlichen Rangliste Fortune 500 des US-Magazins „Fortune“ hervor. Der Anteil von US-Firmen war dagegen angesichts der Krise so niedrig wie nie zuvor.

Dennoch blieben die USA in dem viel beachteten Ranking mit insgesamt 140 der 500 umsatzstärksten Unternehmen die weltweite Nummer eins. Zweitwichtigste Nation war demnach Japan mit 68 Unternehmen, gefolgt von Frankreich auf Platz drei (40 Konzerne) und Deutschland auf der vierten Position (39 Unternehmen).

Zu den wichtigsten deutschen Unternehmen gehörten im vergangenen Jahr Volkswagen auf Rang 14 der umsatzstärksten Firmen der Welt vor dem Versicherungskonzern Allianz (Platz 20) und dem Autobauer Daimler (Platz 23). Weitere wichtige deutsche Unternehmen waren der Energiekonzern Eon (Platz 26), der Technologie-Riese Siemens (Platz 30) und die Kaufhof-Mutter Metro (Platz 50).

Die Spitze der Liste der weltweit größten Unternehmen wurde mehrheitlich von Öl-Konzernen dominiert. Sieben der zehn größten Konzerne waren demnach Mineralöl-Gesellschaften. Platz eins belegte die britisch-niederländische Royal Dutch Shell mit einem Umsatz von 458 Milliarden US-Dollar (330 Milliarden Euro). Auf Rang zwei landete die US-Gesellschaft Exxon Mobil mit knapp 443 Milliarden Dollar Umsatz, gefolgt von vom Supermarktkonzern Wal-Mart mit 406 Milliarden Dollar. Volkswagen setzte der Liste zufolge 2008 knapp 167 Milliarden Dollar um.

Mit dem staatlichen chinesischen Energiekonzern Sinopec landete erstmals ein Unternehmen aus der Volksrepublik in der Top 10 der umsatzstärksten Unternehmen der Welt. Daneben wurde die Liste in Folge der internationalen Wirtschafts- und Finanzkrise zum ersten Mal seit mehr als einem Jahrzehnt nicht von einem US-Konzern angeführt.

Die Krise sorgte im vergangenen Jahr auch dafür, dass eine Reihe von US-Konzernen den Unternehmens-Olymp verlassen musste. Dazu gehörten unter anderem der einstmals weltgrößte Versicherungskonzern AIG und die frühere Investmentbank Lehman Brothers, deren Zusammenbruch im September 2008 zur Verschärfung der Finanzkrise führte. Auch der halbstaatliche Baufinanzierer Freddie Mac gehört demnach nicht mehr zur Gruppe der umsatzstärksten 500 Konzern. Aufsteigen in die Liste konnten dagegen der Internetgigant Google, der Online-Versandhändler Amazon und der Sportartikel-Hersteller Nike. Fortune veröffentlicht seine jährliche Rangliste seit 1995.

afp