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Wirtschaft Mehdorn pocht auf Millionensumme
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16:00 27.04.2009
Mehdorn fordert seine Millionenabfindung. Quelle: Michael Gottschalk/ddp
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Das sagte Mehdorn der „Bild“-Zeitung vom Montag. Mehdorn soll für seinen bis Mai 2011 laufenden Vertrag fast fünf Millionen Euro bekommen.
Der scheidende Bahn-Chef wehrte sich erneut gegen Vorwürfe in der Datenaffäre. Es sei der Eindruck vermittelt worden, dass Bahn-Mitarbeiter systematisch bespitzelt worden seien, sagte Mehdorn der „Bild“-Zeitung. Dies entspreche bis heute nicht den Tatsachen, und das werde auch der Abschlussbericht unabhängiger Ermittler belegen. Zwar seien bei der Fehler bei der Korruptionsbekämpfung gemacht worden, und offenbar gebe es Fehlverhalten Einzelner. Bahn-Mitarbeiter hätten aber nichts Strafbares getan. „Es gab eine Agenda, mich wegzukriegen, und das ist gelungen.“
Mehdorn kritisierte Bundesverkehrsminister Wolfgang Tiefensee (SPD): Dieser habe von Anfang an mit der Bahn „gefremdelt“, sagte er dem Blatt. „Vielleicht hat er sich geärgert, dass er nicht mein Chef war.“ Er, Mehdorn, sei aber dem Unternehmen verpflichtet und nicht einer Behörde. Aus seiner Sicht würden in Politik und Wirtschaft unterschiedliche Sprachen gesprochen. Häufig werde aneinander vorbeigeredet.

Mehdorn kündigte an, er werde seinem Nachfolger Rüdiger Grube helfen, sich bei der Bahn einzuarbeiten. Der Daimler-Manager war am Samstag vom Aufsichtsrat der Bahn bestellt worden. Er hat seinen ersten Arbeitstag am 4. Mai.

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Laut „Financial Times Deutschland“ kämpft Grube um seine Pensionsansprüche bei Daimler. Der Autokonzern habe im Aufhebungsvertrag festgelegt, dass die angesammelten Ansprüche vollständig gegen jene bei der Bahn angerechnet werden, berichtete die Zeitung unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen. Darauf habe Grube nicht geachtet. Es soll um jährlich mehrere hunderttausend Euro gehen. Die Bahn werde die Altersbezüge Grubes aber nicht um die bei Daimler verlorenen Ansprüche aufstocken, berichtete das Blatt unter Berufung auf Bahn-Kreise.

afp