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Wirtschaft Drohen bei der Lufthansa neue Streiks?
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13:55 21.06.2015
Mitarbeiter der Lufthansa demonstrieren am Flughafen "Franz-Josef Strauß" in München.
Mitarbeiter der Lufthansa demonstrieren am Flughafen "Franz-Josef Strauß" in München. Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Bei der Lufthansa ist der nächste Streik ein Stück näher gerückt. Im Tarifkonflikt mit den Flugbegleitern ging die Schlichtung ohne Ergebnis zu Ende. Am Montag (22. Juni) will die Kabinengewerkschaft Ufo ihr weiteres Vorgehen verkünden. Ufo ist nach eigenen Angaben streikbereit, weil eine Urabstimmung der Mitglieder zu einem möglichen Arbeitskampf bereits stattgefunden hat.

Statt ein substantiellen Schlichterspruch abzugeben, appellierten die beiden Vermittler Herta Däubler-Gmelin und Friedrich Merz lediglich an die Tarifparteien, ihre Verhandlungen zur Reform der Versorgungssysteme für rund 19.000 Flugbegleiter der Lufthansa unverzüglich wieder aufzunehmen. Das teilten das Unternehmen und Ufo am Samstag mit.

Die Gewerkschaft, die bereits einseitig das Ende der Schlichtung in Gang gesetzt hatte, leht weitere Verhandlungen scharf ab. "Der Versuch einer friedlichen Einigung zur Alters- und Übergangsversorgung der Kabinenmitarbeiter der Lufthansa ist damit gescheitert", erklärte der Ufo-Vorsitzende Nicoley Baublies. Lufthansa halte frühere Vereinbarungen nicht ein "und sprengt mit Ansage den gesamten Prozess". Lufthansa provoziere so einen weiteren Arbeitskampf.

Zu einer inhaltlichen Auseinandersetzung mit den schwierigen Fragen von Übergangs- und Altersrenten war es in der Schlichtung gar nicht erst gekommen. Ufo hatte dem Unternehmen vorgeworfen, das Angebot noch verschlechtert zu haben und daher einen vorzeitigen Schlichterspruch verlangt. Die Lufthansa begrüßte hingegen den Vorschlag der Schlichter für weitere Gespräche.

Mit der parallelen Schlichtung zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat der Kabinenkonflikt nichts zu tun. Nach zwölf Streikrunden hatten die Piloten im Mai das Lufthansa-Angebot für eine Gesamtschlichtung angenommen. Bis Ende Juli will die Gewerkschaft auf Arbeitsniederlegungen verzichten.

dpa

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