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Wirtschaft Länderticket für Niedersachsen neu geregelt
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22:48 02.06.2011
Mit der neuen Preisstaffelung orientiert sich die Bahn an der Systematik des „Quer-durchs-Land-Ticket“, mit man durch ganz Deutschland reisen kann.
Mit der neuen Preisstaffelung orientiert sich die Bahn an der Systematik des „Quer-durchs-Land-Ticket“, mit man durch ganz Deutschland reisen kann. Quelle: dpa
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Die Deutsche Bahn ändert die Preise für ihr „Niedersachsen-Ticket“, mit dem mehrere Personen günstig in Regionalzügen reisen können. Vom 12. Juni an verlangt sie keinen pauschalen Preis mehr. Statt dessen hängt es von der Zahl der Reisen ab, wie hoch der Preis ausfällt: Zu zweit zahlt man weniger als bisher, für Gruppen ab vier Personen wird es teurer. Der Fahrgastverband Pro Bahn ist mit dem neuen System einverstanden: Dies sei „keine Preiserhöhung durch die Hintertür“, sagte der Landesvorsitzende Björn Gryschka.

Mit dem Länderticket können bis zu fünf Personen einen Tag lang in Niedersachsen, Bremen und Hamburg in Nahverkehrszügen und S-Bahnen der Deutschen Bahn sowie in Zügen anderer Anbieter wie Metronom, Nordwestbahn, EVB oder Eurobahn in der zweiten Klasse fahren. Bisher kostet das „Niedersachsen-Ticket“ 21 Euro für eine Person (Single-Ticket) und 29 Euro für mehrere Reisende (ohne den jeweiligen Zuschlag von 2 Euro beim Kauf am Schalter).

Vom 12. Juni an zahlen Einzelreisende weiterhin 21 Euro. Für jeweils 4 Euro kann man bis zu vier weitere Personen mitnehmen. Bei zwei Reisenden beträgt der Preis für das „Niedersachsen-Ticket“ demnach 25 Euro. Bei vier Reisenden fallen 33 Euro und bei fünf Personen 37 Euro an. Kinder beziehungsweise Enkel bis einschließlich 14 Jahre fahren in Begleitung eines Eltern- oder Großelternteils kostenlos mit.

Mit der neuen Preisstaffelung orientiert sich die Bahn an der Systematik des „Quer-durchs-Land-Ticket“, mit man durch ganz Deutschland reisen kann. Es habe sich herausgestellt, dass Kunden es als unfair empfänden, wenn eine Fahrkarte für zwei oder drei Personen genauso viel koste wie für fünf, sagte Manuela Herbort, Vorsitzende der Regionalleitung Nord von DB Regio. „Mit der neuen Preislogik tragen wir dem Wunsch vieler Kunden Rechnung, dass sich der Umfang der in Anspruch genommenen Leistungen auch im Preis niederschlagen sollte“. Für Pro Bahn ist die Änderung „akzeptabel“. Besonders häufig seien es zwei Personen, die mit einem Länderticket unterwegs seien. Es werde also für eine große Nutzergruppe günstiger.

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