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Wirtschaft Krise könnte Deutschland Titel des Exportweltmeisters kosten
Mehr Welt Wirtschaft Krise könnte Deutschland Titel des Exportweltmeisters kosten
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20:41 18.08.2009
Die deutschen Ausfuhren werden 2009 voraussichtlich um 17 Prozent schrumpfen. Quelle: Roland Magunia/ddp
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Das ergab eine am Dienstag vorgestellte Umfrage des Deutschen Industrie- und Handelskammertages (DIHK) unter Experten aller deutschen Außenhandelskammern. Die Exporte Chinas, die im vergangenen Jahr noch knapp hinter den deutschen Ausfuhren lagen, schrumpften in diesem Jahr dagegen voraussichtlich lediglich um 15 Prozent, erklärte der DIHK. Für das kommende Jahr rechnen die Außenhandelsexperten mit einem Plus der Ausfuhren von rund vierProzent.

Die Nachfrage nach hochwertigen Produkten „Made in Germany“ sei in den Zeiten der Krise „stark eingeschränkt“, erklärte der DIHK. Die Handelspartner der deutschen Unternehmen griffen zur Zeit „eher auf preiswertere Alternativen zurück, sofern die Nachfrage aufgrund der Krise nicht komplett abgewürgt wurde“. Insgesamt werden die deutschen Unternehmen in diesem Jahr nach Schätzung der Außenhandelsexperten Waren im Wert von 815 Milliarden Euro exportieren, 2010 dann im Wert von 850 Milliarden Euro. 2008 hatten die Exporte noch den Rekordwert von 995 Milliarden Euro erreicht - vor der Krise rechneten Experten daher mit einem baldigen Durchbrechen der Eine-Billion-Euro-Marke.

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Die meisten Waren wird die deutsche Wirtschaft nach den DIHK-Schätzungen auch dieses Jahr in die Staaten der Europäischen Union exportieren, an erster Stelle bleibt dabei Frankreich. Die meisten Güter importieren wird Deutschland dagegen voraussichtlich - wie schon im vergangenen Jahr aus den Niederlanden, dicht gefolgt von Frankreich und China.

AFP