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Wirtschaft Koch: Deutschland muss letztes Wort bei Opel-Entscheidung haben
Mehr Welt Wirtschaft Koch: Deutschland muss letztes Wort bei Opel-Entscheidung haben
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08:31 22.07.2009
Hessens Regierungschef Ronald Koch will, dass Deutschland bei Opel-Übernahme mitredet. Quelle: Sascha Schuermann/ddp
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„Ob die Meinung von GM der Maßstab für die Zukunftskonzepte von Opel sein kann, wage ich zu bezweifeln“, sagte Koch dem „Handelsblatt“ (Mittwochausgabe)

Koch reagierte damit auf Berichte, wonach GM den Finanzinvestor RHJ den anderen Bietern vorziehen könnte. „Es gibt keine grundsätzlichen Vorbehalte gegen einen Finanzinvestor“, sagte Koch. „Es ist aber so, dass ein Finanzinvestor bestimmte Dinge nicht einbringen kann, wie dies ein strategischer Investor kann“, so der stellvertretende CDU-Chef weiter. Zudem käme man zunächst nicht daran vorbei, dass der Opel-Gipfel im Kanzleramt das Konzept von Magna bevorzugt habe. „Wir haben Magnas Konzept mehr als jedes andere durchleuchtet, denn Magna war beim Wettbewerb im Kanzleramt der bevorzugte Bieter“, sagte Koch.

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Koch stellte bei der Investorenauswahl vor allem den Aspekt der Eigenständigkeit der neuen Opel-Gesellschaft in den Vordergrund. „Man muss genau betrachten, wie viel Freiheit der jeweilige Investor Opel künftig lässt, sagte Koch. Vor diesem Hintergrund sei es gut möglich, dass die Lösung, die weniger Freiheit enthalte billiger sei - deswegen müsse sie aber nicht die Bessere sein. „Letztlich muss die Politik hier ihr Ermessen ausüben“, betonte der Ministerpräsident. „Sie ist es, die dem Steuerzahler verpflichtet ist.“

ddp