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Wirtschaft Klarheit für Verbraucher schon in der Werbung
Mehr Welt Wirtschaft Klarheit für Verbraucher schon in der Werbung
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14:36 11.12.2009
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Verbrauchermärkte, die mit einem Preisnachlass werben, müssen schon in der Werbung angeben, ob sich dies auch auf nicht vorrätige Waren bezieht. Das hat der Bundesgerichtshof (BGH) mit einem am Freitag in Karlsruhe bekanntgegebenen Urteil entschieden.

Im konkreten Fall hatte der Media Markt in Stuttgart-Feuerbach für nur einen einzigen Tag Foto- und Videokameras „ohne 19 Prozent Mehrwertsteuer“ beworben. Wettbewerber ProMarkt schickte einen Testkäufer. Der erhielt tatsächlich 19 Prozent Rabatt auf vorrätige Ware, nicht aber auf Bestellungen. Daraufhin klagte ProMarkt und bekam nun in oberster Instanz recht: Die Bedingungen für Werbeaktionen müssten „bereits in der Werbung klar und eindeutig angegeben werden“, urteilte der BGH, „damit der Verbraucher seine Kaufentscheidung in Kenntnis aller relevanten Umstände treffen kann“.

afp