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Wirtschaft Kein Pardon! Briefeschreiber müssen nachkleben
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21:47 06.01.2013
Von Alexander Dahl
Nicht ohne diese Marke: Die gelbe Post geht nur noch für 58 Cent ab. Quelle: dpa
Hannover

Die Ein- und Zwei-Cent-Stücke sind aber auch wirklich klein. „Klimpergeld“ sagte man zu den Kupferscheiben früher, die gern in den Falten des Portemonnaies verschwinden. Dennoch sollte man in diesen Tagen nach ihnen suchen – zumindest dann, wenn man einen Brief verschicken möchte und nur eine alte 55-Cent-Briefmarke besitzt.

Seit dem 1. Januar kostet ein Brief der Deutschen Post bis 20 Gramm, auch Standardbrief genannt, 58 Cent. Auch wenn die Differenz nur drei Cent beträgt: Wer weiter alte Marken nutzt, der darf nicht mit Nachsicht des gelben Riesen rechnen.Eine Kulanzregelung gebe es nicht, sagt Postsprecher Jens-Uwe Hogardt aus Hamburg. Schließlich sei die Portoerhöhung seit Oktober bekannt, die neuen Drei-Cent-Briefmarken zum Zufrankieren seien schon seit Dezember bundesweit in den Filialen vorrätig.

So drohen dem Postkunden, wenn er mit einer 55er-Marke auf Nachsicht hofft, böse Überraschungen. Fällt der Post der Drei-Cent-Fehlbetrag noch am Abgabeort auf, wird der Brief dem Absender zurückgeschickt. Vorne drauf findet der Schreiber dann einen gelben Zettel mit der Bitte, die drei Cent nachzukleben. Ärgerlich und teurer wird es, wenn erst der Postbote bemerkt, dass sich zu wenig Porto auf dem Brief befindet: Dann muss der Empfänger die drei Cent bezahlen – und weitere 51 Cent für den Aufwand, das Nachporto einzutreiben.

Alles ein bisschen viel Bürokratie für läppische drei Cent? Wie man’s nimmt. Denn für die Deutsche Post gilt die Devise, dass mit der Masse richtig Geld verdient wird. Etwa 66 Millionen Briefe befördert der Konzern täglich. Das Unternehmen schätzt, dass der Drei-Cent-Aufschlag die Unternehmenskasse mit etwa einer Million Euro am Tag mehr füllt. Aufs Jahr gerechnet wären das immerhin rund 365 Millionen Euro.

Mit 58 Cent Porto für einen Inlandsbrief liegt der ehemalige Staatskonzern europaweit übrigens im Mittelfeld. Am teuersten ist er in Norwegen (1,12 Euro), geradezu spottbillig auf Malta (19 Cent) und in Slowenien (27 Cent). Auch unsere direkten Nachbarn berechnen mehr für den 20-Gramm-Brief; Polen und Tschechien sind etwas günstiger.

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