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Wirtschaft Johnson-Kritik: Thomas-Cook-Manager kassiert Millionen-Bonus
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11:02 24.09.2019
Ein Thomas-Cook-Kofferschild liegt auf der Straße vor dem Flughafen. Die Bemühungen um die Rettung des angeschlagenen britischen Konzerns sind gescheitert. Quelle: Victor Ruiz/AP/dpa/Getty/Montage RND
London

Nach der Insolvenz des britischen Reisekonzerns Thomas Cook stehen nun die Manager in der Kritik. Diese hätten in den vergangenen 12 Jahren mehrere Millionen Pfund an Bonus-Zahlungen erhalten. Der britische Premierminister Boris Johnson kritisiert diesen Vorgang scharf. Ob es richtig sei, dass Vorstand und Verwaltungsrat sich mit großen Summen bezahlten, wenn ein Unternehmen so den Bach heruntergehe, fragte er am Montag in der Residenz des britischen Generalkonsuls in New York.

Konkret soll etwa Ex-Vorstandschef Manny Fontenla-Novoa in seinen vier Jahren auf dem Chefsessel mehr als 17 Millionen Pfund (umgerechnet circa 19,2 Millionen Euro) erhalten haben, wie der "Daily Mirror" berichtet. Er gilt als der Hauptverantwortliche für die zahlreichen Zukäufe von Unternehmen, die Hauptgrund für die Pleite sein sollen.

Britische Regierung startet große Rückholaktion

Die britischen Bemühen seien riesig, gestrandete britische Touristen und Passagiere nach der plötzlichen Insolvenz nach Hause zu bringen, sagte Boris Johnson bei seiner Rede weiter - Reiseunternehmen müssten sich gegen solche etwaigen Fälle angemessen absichern.

Thomas Cook beantragt Insolvenz - hunderttausende Urlauber betroffen

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Der britische Reisekonzern Thomas Cook hatte am Montag Insolvenz angemeldet und den Betrieb mit sofortiger Wirkung eingestellt. Allein aus Großbritannien sind etwa 150.000 Urlauber im Ausland von der Pleite betroffen, auch deutsche Touristen könnten die Folgen spüren. Die britische Regierung ließ daraufhin die größte Rückholaktion in Friedenszeiten anlaufen. „Wir werden jeden nach Hause bringen“, kündigte Verkehrsminister Grant Shapps noch am Montag auf Twitter an. Mit dem deutschen Reiseveranstalter von Thomas Cook sind nach Unternehmensangaben derzeit 140.000 Gäste unterwegs.

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RND/AP

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