Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Jeder Dritte will die D-Mark zurück
Mehr Welt Wirtschaft Jeder Dritte will die D-Mark zurück
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
15:45 11.06.2012
Angst vor der Krise: Ein Drittel der Deutschen will die alte Währung zurückhaben. Quelle: dpa
Anzeige
Leipzig

Beim Euro gehen damit die Meinungen der Bürger so weit auseinander wie selten zuvor. Zwar ist die Angst vor der Inflation, die im Dezember 2011 noch 57 Prozent aller Deutschen packte, zurückgegangen. Aber auch die Gelassenheit, einfach alles auf sich zukommen zu lassen und zu hoffen, dass es nicht so schlimm wird, schrumpfte. Hatten Ende 2011 noch knapp drei Viertel der Bundesbürger diese „Wird-schon-gut-gehen-Haltung“, so sind es jetzt nur noch zwei Drittel. Dafür wächst die Sehnsucht nach der D-Mark, im Westen noch mehr als im Osten.

Damit zeigt das LVZ-Meinungsbarometer eine große Verunsicherung unter der Bevölkerung, wenn es um das eigene Geld geht. Einerseits stärken die aktuellen soliden Wirtschafts- und Arbeitsmarktzahlen in Deutschland die Hoffnung auf einen stabilen Euro. Zudem vertraut fast jeder Zweite (48 Prozent) voll der Euro-Stabilitätspolitik von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und erwartet, dass sie sich europaweit durchsetzt mit der Forderung nach Haushaltsdisziplin und Sparen. Andererseits ist knapp die Hälfte der Bevölkerung skeptisch angesichts der dramatischen Lage in Griechenland, Spanien und bei anderen Euro-Sündern.

Anzeige

So glauben auch 43 Prozent nicht, dass Merkel die Stabilisierung des Euro hinbekommt. Daher wundert es nicht, wenn ein großer Teil der Bürger sein Geld in Sicherheit bringen will, bevor die Inflation alles auffrisst. Mehr als jeder Dritte möchte sein Erspartes in Immobilien stecken. Jeder Vierte haut sein Geld lieber auf den Kopf, so lange es noch etwas wert ist, will schön Urlaub machen, ein Auto oder Möbel kaufen. Auf Gold setzt jeder Neunte.

Diese Euro-Rettungsstrategien äußern allerdings im Westen deutlich mehr als im Osten. Denn vielen Ostdeutschen fehlt es schlicht am Geld. So gibt fast jeder Zweite in den neuen Bundesländern an, dass er sowieso nichts zu verlieren habe und ihm daher die Zukunft des Euro ziemlich schnuppe ist.

Das ergab das aktuelle Meinungsbarometer der Leipziger Volkszeitung. Dafür befragte das Leipziger Institut für Marktforschung vom 4. bis 7. Juni telefonisch genau 1000 repräsentativ ausgewählte Bürger ab 18 Jahre aus dem gesamten Bundesgebiet.

Anita Kecke

Wirtschaft Interesse an rund 80 Fillialen - dm will IhrPlatz-Märkte übernehmen
11.06.2012
11.06.2012
Wirtschaft Arbeitsniederlegung am Montag - Warnstreik bei Neckermann
10.06.2012