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Wirtschaft IG Metall wirft Opel-Chef Reilly Vertragsbruch vor
Mehr Welt Wirtschaft IG Metall wirft Opel-Chef Reilly Vertragsbruch vor
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11:05 01.02.2010
Vergangene Woche gab es Proteste gegen die Schließung des Opel-Werks in Antwerpen. Quelle: ap (Archiv)
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„Die Absicht von Opel/Vauxhall, ein neu entwickeltes Opel-Modell nicht mehr in Antwerpen zu produzieren, sondern die Fertigung nach Korea zu verlagern, verstößt offen gegen vertragliche Zusagen“, sagte der Erste Vorsitzende der IG Metall, Berthold Huber, am Montag in Frankfurt. Für die Produktion des Fahrzeuges in Belgien liege eine interne positive Wirtschaftlichkeitsberechnung vor.

Reilly hatte zuletzt bestritten, dass die Zusage, in Belgien einen kleinen Sportgeländewagen (SUV) zu fertigen, verbindlich gewesen sei. Nach seiner Darstellung handelte es sich lediglich um einen Plan.

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Die Gewerkschaft sieht das anders und lehnt den von Reilly geforderten Sanierungsbeitrag der Belegschaft von jährlich 265 Millionen Euro in den kommenden fünf Jahren ab. Es sei nicht hinnehmbar, dass die von den Arbeitnehmern geforderten Beiträge dazu missbraucht würden, Schließungskosten von Standorten und Produktionsverlagerungen zu finanzieren.

„Die IG Metall wird darüber hinaus Beiträgen nur dann zustimmen, wenn die Arbeitnehmer dafür Sicherheiten erhalten“, betonte der Gewerkschafter. Der Opel-Betriebsrat hatte als Sicherheiten für Arbeitnehmerbeiträge eine Mitarbeiterkapitalbeteiligung gefordert. Dies lehnen Reilly und der US-Mutterkonzern General Motors aber ab.

Auf Initiative Hubers lädt der Generalsekretär des Europäischen Metallgewerkschaftsbund (EMB), Peter Scherrer, alle Vorsitzenden seiner Mitgliedsgewerkschaften mit Opel-Standorten zu einem Treffen am 23. Februar nach Brüssel ein. Dort soll über gemeinsame Strategien gegen die von GM angekündigte Schließung des Standortes Antwerpen beraten werden.

Reilly will die Verhandlungen mit den Betriebsräten über den Lohnverzicht am heutigen Montag fortsetzen. Bis 2011 will Reilly die Opel-Belegschaft von 48.000 auf rund 40.000 verkleinern.

dpa