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Wirtschaft Hoffnung auf Trendwende wächst in der deutschen Wirtschaft
Mehr Welt Wirtschaft Hoffnung auf Trendwende wächst in der deutschen Wirtschaft
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11:58 22.06.2009
Die deutsche Wirtschaft wächst wieder. Quelle: Michael Thomas

Trotz der anhaltend gespannten Lage wächst in der deutschen Wirtschaft die Hoffnung auf eine Trendwende. Der ifo-Geschäftsklimaindex stieg im Juni auf 85,9 Punkte nach 84,3 Punkten im Mai, wie das Münchner Wirtschaftsforschungsinstitut am Montag mitteilte. Die Ergebnisse untermauerten, dass sich die Wirtschaft allmählich stabilisiere, erklärte ifo-Präsident Hans-Werner Sinn.

Den Anstieg des Index führte das Institut ausschließlich darauf zurück, dass die Erwartungen der befragten Unternehmen für das kommende halbe Jahr besser ausfielen. Der entsprechende Teilindex legte von 86 Punkten im Mai auf 89,5 Punkte zu. Der Pessimismus bei der Bewertung der Entwicklung im kommenden halben Jahr habe weiter abgeommen, erklärte Sinn. Mit ihrer derzeitigen Geschäftslage seien die Unternehmen dagegen „genauso unzufrieden“ wie im Mai. Der Index fiel minimal von 82,5 auf 82,4 Punkte. Für den als wichtigstes Konjunkturbarometer geltenden ifo-Index werden monatlich 7000 Unternehmen befragt.

Nach Branchen betrachtet hellte sich die Stimmung im verarbeitenden Gewerbe auf. Die Industrie-Unternehmen sind laut Ifo mit der momentanen Lage zwar “überwiegend unzufrieden“, eine weitere Verschlechterung der Geschäfte in den kommenden sechs Monaten erwarten sie aber „nicht mehr ganz so häufig“ wie im Vormonat. Die Firmen rechnen damit, dass sich der Rückgang im Exportgeschäft etwas abschwächen wird.

Im Groß- und Einzelhandel verbesserte sich das Geschäftsklima weiter. Grund dafür sind den Angaben zufolge die „deutlich weniger negativen Geschäftserwartungen“. Die momentane Lage bewerteten die Unternehmen dagegen schlechter. Im Bauhauptgewerbe ist die Stimmung nahezu stabil. Die derzeitige Geschäftslage schätzen die Firmen zwar schlechter ein, aber den weiteren Geschäftsverlauf bewerten sie laut ifo „weniger zurückhaltend“ als im Vormonat.

Weltbank erwartet nur 1,2 Prozent Wachstum in Entwicklungsländern

Die weltweite Wirtschaftskrise wird das Wachstum in den Entwicklungsländern nach Einschätzung der Weltbank deutlich bremsen. Wie aus einem am Montag veröffentlichten Bericht hervorgeht, wird die Wirtschaft in den ärmeren Ländern in diesem Jahr voraussichtlich nur noch um 1,2 Prozent wachsen. Ohne China und Indien sinkt das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in den Entwicklungsländern demnach sogar um 1,6 Prozent.

Für China hatte die Weltbank zuletzt eine Wachstumsprognose von 7,2 Prozent angegeben, für Indien rechnet sie mit 5,1 Prozent. 2010 werde das Wachstum in den armen Ländern mit 4,4 Prozent dann wieder leicht anziehen, sagen die Weltbank-Experten voraus. Ohne die beiden starken Schwellenländer dürfte es dann bei 2,5 Prozent liegen.

Auch die Kapitalflüsse in die Entwicklungsländer gehen 2009 stark zurück, heißt es in dem Bericht zur Lage der Wirtschaft in den Entwicklungsländern, der anlässlich einer dreitägigen Konferenz in Seoul veröffentlicht wurde. Nach Einschätzung der Weltbank fließen in diesem Jahr nur noch 363 Milliarden Dollar (261 Milliarden Euro) an privatem Kapital in die armen Länder. Das sind 49 Prozent weniger als 2008, als noch 707 Milliarden Dollar in die Entwicklungsländer geflossen waren. 2007 war sogar ein Höchststand von 1,2 Billionen Dollar erreicht worden.

AFP

Nach dem Abbruch der Tarifverhandlungen für Erzieherinnen und Sozialarbeiter sind die Streiks in städtischen Kitas am Montag weitergegangen. In sechs Bundesländern legten nach Angaben der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mehr als 18.000 Beschäftigte die Arbeit nieder.

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