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Wirtschaft Hapag-Lloyd vermiest TUI das Ergebnis
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13:24 19.12.2012
Aktionäre gehen wieder leer aus: TUI hatte zuletzt 2007 eine Dividende gezahlt. Quelle: dpa
Hannover

Rote Zahlen bei der Containerreederei Hapag-Lloyd verderben Europas größtem Reisekonzern TUI die Freude über das florierende Touristikgeschäft. Trotz eines Rekordergebnisses bei Urlaubsreisen machte TUI im abgelaufenen Geschäftsjahr bis Ende September unter dem Strich einen Verlust von gut 15 Millionen Euro, nach einem Gewinn von 24 Millionen Euro im Vorjahr, wie der Konzern am Mittwoch in Hannover mitteilte. Auch bei der letzten Bilanzvorlage des scheidenden Konzernchefs Michael Frenzel gingen die Aktionäre wieder leer aus. TUI hatte zuletzt 2007 eine Dividende gezahlt.

Damit profitierten die Anteilseigner auch nicht von dem höchsten operativen Gewinn, den TUI jemals mit Urlaubsreisen verdient hat. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebita) sprang 2011/12 dank des boomenden Reisegeschäfts der Tochter TUI Travel und der Hotelkette Riu auf Jahressicht um 24 Prozent auf den Rekordwert von 746 Millionen Euro. Der Konzerngewinn, bei dem TUI auch die Anteile von Minderheitsaktionären einbezieht, legte um ein Fünftel auf fast 142 Millionen Euro zu. Der Umsatz kletterte um fünf Prozent auf 18,3 Milliarden Euro.

TUI hält an Ausstiegsplänen bei Hapag-Lloyd fest

Doch die im Februar schon reduzierte Beteiligung von jetzt 22 Prozent an der schwächelnden Hapag-Lloyd macht dem Reisekonzern weiter zu schaffen. Die Reederei, die unter Überkapazitäten und dem scharfen Wettbewerb in der Branche leidet, belastete das TUI-Ergebnis nun mit einem Verlust von 49 Millionen Euro. Im Vorjahr war es nur ein Minus von zwei Millionen Euro.

Konzernchef Frenzel bekräftigte, dass sich TUI ganz auf das Kerngeschäft Touristik konzentrieren und sich von dem Anteil an Hapag-Lloyd trennen wolle. Auch nach den am Dienstag bekannt gewordenen Fusionplänen von Hapag-Lloyd und Hamburg Süd bleibe es dabei. „An unserer Absicht, aus der Containerschifffahrt auszusteigen, ändern auch diese Gespräche nichts“, sagte Frenzel. Allerdings stehe TUI dabei nicht unter Zeitdruck. Der mögliche Zusammenschluss erhöhe das „Wertpotenzial“ der Beteiligung.

Für das Geschäft mit Urlaubsreisen zeigte sich der Konzern weiter optimistisch. Ungeachtet der anhaltenden Krise in Europa geht TUI für das laufende Geschäftsjahr von einer leichten Umsatzsteigerung aus. Das operative Ergebnis werde an das hohe Vorjahresniveau anknüpfen. Das Konzernergebnis für 2012/13 soll positiv sein.

An der Börse kamen die letzten von Frenzel vorgestellten Zahlen gut an. Die im MDAX notierte TUI-Aktie legte zwischenzeitlich um 4,5 Prozent zu.

Frenzel tritt nach 19 Jahren an der Spitze des Konzerns im Februar 2013 zurück. Sein Nachfolger ist Friedrich Joussen, der bisherige Deutschlandchef von Vodafone.  

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