Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Hapag-Lloyd-Eigner dementiert angebliche Probleme bei Staatshilfe
Mehr Welt Wirtschaft Hapag-Lloyd-Eigner dementiert angebliche Probleme bei Staatshilfe
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:05 03.09.2009
Hapag Lloyd beantragte eine Bundesbürgschaft über 1,2 Milliarden Euro.
Hapag Lloyd beantragte eine Bundesbürgschaft über 1,2 Milliarden Euro. Quelle: ddp (Archiv)
Anzeige

Der Hapag-Lloyd-Anteilseigner TUI hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach die angeschlagene Hamburger Traditionsreederei im Zusammenhang mit ihrem Antrag auf Staatshilfe vor neuen Schwierigkeiten stehe. Der Bericht der „Bild“-Zeitung von Donnerstag sei nicht zutreffend und ohne Quellen, sagte ein Sprecher des Reise- und Schifffahrtskonzerns auf ddp-Anfrage. Die Verhandlungen mit der Bundesregierung seien „auf einem guten Weg“, betonte er. Das Hamburger Konsortium Albert Ballin als weiterer Anteilseigner war für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

Die „Bild“-Zeitung hatte berichtet, die Bundesregierung akzeptiere das von den Eigentümern geschnürte Rettungspaket nicht. Für die von Hapag Lloyd beantragte Bundesbürgschaft über 1,2 Milliarden Euro fordere der Bund als Sicherheit den Anteil von Hapag Lloyd (25,1 Prozent) am Container-Terminal Altenwerder. Den hatte die Reederei erst Ende Juli wegen drohender Zahlungsunfähigkeit für 315 Millionen Euro an Gesellschafter des Ballin-Konsortiums und die TUI verkauft.

Der Bund will laut „Bild“, dass der Verkauf rückgängig gemacht wird. TUI und der Hamburger Senat als größter Gesellschafter im Ballin-Konsortium seien bereit, diese Bedingung zu erfüllen, schrieb die Zeitung weiter. Der Logistik-Unternehmer Klaus-Michael Kühne, zweitgrößter Gesellschafter im Ballin-Konsortium, lehne das jedoch ab und habe dem Senat schriftlich mit Austritt aus dem Rettungspakt gedroht.

Hapag Lloyd braucht der Zeitung zufolge bis Jahresende rund 1,9 Milliarden Euro frisches Eigenkapital. 923 Millionen Euro haben die Eigentümer, inklusive der 315 Millionen Euro für den Terminal-Anteil, selbst aufgebracht. 1,2 Milliarden Euro soll das Unternehmen als Kredit aufnehmen, für den die Bundesbürgschaft benötigt wird.

TUI ist nach dem Verkauf der Hapag-Lloyd-Mehrheit an das Ballin-Konsortium noch mit 43,3 Prozent an der Container-Reederei beteiligt.

ddp