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Wirtschaft HSH wegen Zahlung an Goldman Sachs erneut in Erklärungsnot
Mehr Welt Wirtschaft HSH wegen Zahlung an Goldman Sachs erneut in Erklärungsnot
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15:15 01.12.2009
Quelle: ddp
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Nach Informationen des Radiosenders NDR Info und der „Süddeutschen Zeitung“ belegen neue Dokumente, dass Goldman Sachs aus einem Geschäft mit Kreditversicherungen rechtlich keine Ansprüche mehr gegen die HSH Nordbank hatte.

„Es ist klar, dass Goldman Sachs vor einem englischen Gericht keine Chance haben wird“, heißt es laut NDR Info in einem internen Papier der Landesbank von Hamburg und Schleswig-Holstein. Anfang November 2008 hatte die HSH dennoch 45 Millionen Dollar an Goldman Sachs gezahlt.

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Die HSH Nordbank dementierte die Berichte. Die Abläufe und Zusammenhänge seien bereits vor einigen Wochen ausführlich begründet und erläutert worden, teilte ein Sprecher mit. Es gebe keine neuen Erkenntnisse und keinerlei „Erklärungsnot“.

Bisher hatte die Bank stets erklärt, die Rechtslage sei unklar gewesen. Das Unternehmen habe einen Rechtsstreit vor einem britischen Gericht gefürchtet. Bis zur endgültigen juristischen Klärung hätten Marktgerüchte der HSH schweren Schaden zufügen können.

Hintergrund sind den Angaben zufolge Geschäfte mit Kreditversicherungen, die Goldman bei der HSH Nordbank abgeschlossen hatte. Nach der Pleite der Investmentbank Lehman Brothers hätte die Landesbank eigentlich die Versicherungssumme auszahlen müssen. Goldman Sachs verpasste allerdings eine international bindende Frist, um die Ansprüche geltend zu machen.

Unterdessen startete die HSH am Dienstag ihre Abbaubank. Mittels dieser „internen Restrukturierungseinheit“ soll die Bilanzsumme in der Kernbank auf rund die Hälfte reduziert werden. „Die ’Restructuring Unit’ ist keine Bad Bank, denn ihr sind auch attraktive, profitable Geschäftsfelder zugeordnet, die nicht mehr zur künftigen Strategie der HSH Nordbank passen“, teilte Vorstandsmitglied Martin van Gemmeren mit.

ddp