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Wirtschaft H&M will jetzt Secondhand-Mode verkaufen
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19:53 24.10.2019
H&M startet einen neuen Concept-Store in Berlin. Quelle: Hauke-Christian Dittrich/dpa
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Berlin

Lange Stangen voller Kleiderbügel waren gestern: Am Freitag eröffnet H&M einen neuen Concept-Store in Berlin – der einem Bericht des „Business-Insider“ zufolge sehr viel hipper daherkommt. Noch ist die Filiale aber nur ein Konzept von vielen, mit denen der Konzern auf den Wandel im Modegeschäft reagiert.

Denn in den vergangenen Jahren war der Gewinn erheblich eingebrochen – die Onlinekonkurrenz macht den Schweden zu schaffen, im stationären Handel buhlen noch günstigere Wettbewerber wie Primark oder TK Maxx um die Kunden. Und Hauptwettbewerber Zara punktete zuletzt damit, in noch kürzeren Abständen neue Trends auf den Markt zu werfen. Zwar hat H&M zuletzt wieder mehr Gewinn gemacht. Doch das Unternehmen hat längst einen Umbau angekündigt. Das Filialnetz soll verkleinert werden, das Onlinegeschäft hingegen wachsen.

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Aber auch im stationären Handel soll sich bei H&M einiges verändern – und wie der „Business-Insider“ berichtet, geht H&M dabei völlig neue Wege. In der neuen Berliner Filiale soll es wesentlich weniger Kleiderständer geben, dafür mehr Sitzgelegenheiten. Auch ein Café gehöre zum „Mitte Garten“, ebenso wie ein begrünter Außenbereich, ebenfalls mit Sitzflächen. Die Umkleiden fallen im Vergleich zu anderen H&M-Filialen kleiner aus. Und auch auf ein großes Logo verzichtet H&M, das bekannte Emblem sei lediglich an einigen Stellen dezent platziert worden.

Secondhand-Mode und Kleidung aus Berlin

Auch das Angebot wird sich demnach wandeln. H&M setze nicht mehr ausschließlich auf eigene Marken, stattdessen sollen Sonnenbrillen der Marke Chimi über den Verkaufstresen wandern. Zudem plane H&M, Produkte von weiteren Herstellern aus Berlin zu verkaufen. „Wir wollen auf lokaler Ebene relevanter werden“, so Anna Beragre vom H&M Lab gegenüber dem „Business-Insider“.

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Ein weiteres Novum: H&M wird in Berlin auch gebrauchte Kleidung verkaufen. Zunächst wolle H&M auf eine Kooperation mit dem Label Out of use Berlin zusammenarbeiten. So können Kunden ein breiteres Angebot vorfinden, heißt es beim „Business Insider“. Das ganz große Angebot finden Kunden im neuen Laden allerdings online – mit sogenannten digitalen „Inspiration Tables“ lässt sich der Einkauf im „Mitte Garten“ um Artikel aus dem sehr viel größeren Sortiment des H&M-Onlinestores ergänzen. Die werden dann bequem nach Hause geliefert.

Der Artikel "H&M will jetzt Secondhand-Mode verkaufen" stammt von unserem Partner, dem RedaktionsNetzwerk Deutschland.