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Wirtschaft Guttenberg wertet Angebote für Opel-Übernahme als unzureichend
Mehr Welt Wirtschaft Guttenberg wertet Angebote für Opel-Übernahme als unzureichend
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09:04 24.05.2009
Nicht zufrieden: Wirtschaftsminister Guttenberg Quelle: Michael Kappeler/ddp
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Guttenberg sagte der „Bild am Sonntag“, dass drei Angebote für eine Übernahme von Opel vorlägen, bedeute nicht, „dass eines davon automatisch und zwingend zum Tragen“ komme. „Zuvor müssen wir eine hohe Sicherheit dafür haben, dass die erheblichen Steuermittel, die wir dafür einsetzen müssen, nicht verloren gehen“, fügte er hinzu. Diese Sicherheit gewährleiste bislang aus seiner Sicht „noch keines der drei Angebote in ausreichender Weise“.

„Bliebe es bei diesen Defiziten, wäre eine geordnete Insolvenz die klar bessere Lösung - auch sie könnte Chancen für die Zukunft Opels eröffnen“, sagte Guttenberg.

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Der Wirtschaftsminister hatte am Samstag gesagt, der italienische Autobauer Fiat habe ein umfassenderes Konzept für eine Opel-Übernahme vorgelegt. Laut „Welt am Sonntag“ will auch der österreichisch-kanadische Autozulieferer Magna sein Angebot nachbessern.

Fiat-Chef Sergio Marchionne hat für den Fall einer Opel-Übernahme den Beschäftigten Garantien zugesichert. „Im ungünstigsten Fall wären in Deutschland maximal 2000 Arbeitsplätze durch die Integration von Opel in ein schuldenfreies Gemeinschaftsunternehmen mit Fiat betroffen“, sagte Marchionne der „Bild am Sonntag“. Fiat bekenne sich zudem zu „allen in Deutschland geltenden arbeitsrechtlichen Bestimmungen, insbesondere zum Betriebsverfassungsgesetz und der Mitbestimmung“. Nach Marchionnes Darstellung sind auch die rund vier Milliarden Euro Pensionsverpflichtungen für Opel-Mitarbeiter in das Fiat-Konzept eingerechnet.

Marchionne versicherte gegenüber der „BamS“, dass ein aus Fiat und General Motors Europe gebildetes Unternehmen in spätestens fünf Jahren die Staatsgarantien ablösen werde. Der Fiat-Chef gab sich zuversichtlich, dass Fiat das Bieter-Rennen gewinnen werde. „Unser Konzept erfüllt am besten alle Kriterien. Jeder, auch in der Politik, der die Grundrechenarten beherrscht, kann dies nachprüfen,“ sagte er der Zeitung. Indirekte Unterstützung erfährt Fiat laut „BamS“ von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): Sie lehne das Magna-Konzept ab, wenn es dabei bleibe, dass im Bochumer Opel-Werk 2200 Stellen gestrichen werden sollen.

afp