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14:28 12.04.2010
Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg
Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg. Quelle: dpa
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Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg sieht vor, die noch bestehenden 120 Karstadt-Häuser weiterzubetreiben und an einen Investor zu verkaufen. So sollen 25.000 Arbeitsplätze erhalten werden.

Der Insolvenzverwalter rechnet bereits in der nächsten Woche mit einem Kaufangebot für den zahlungsunfähigen Essener Warenhauskonzern. „Wir haben Anlass anzunehmen, das wir bis zum Ablauf der Frist am 23. April ein Angebot bekommen werden“, sagte der Insolvenzverwalter am Montag auf der Gläubigerversammlung.

Insgesamt haben über 35.000 Gläubiger der zahlungsunfähigen Warenhauskette Forderungen in Höhe von 2,8 Milliarden Euro angemeldet. Sie können nun Görg zufolge damit rechnen, in einem ersten Schritt drei Prozent ihrer Forderungen ausgezahlt zu bekommen. Das heißt, die Gläubiger bekämen für jeden Euro, den ihnen Karstadt schuldet, drei Cent. Insgesamt sollen zunächst 62,4 Millionen Euro ausgezahlt werden. Außerdem haben sie die Chance später von den Einnahmen aus dem Verkauf der Warenhauskette zu profitieren.

Bei einer Ablehnung des Insolvenzplanes wäre eine Zerschlagung des Warenhausunternehmens wohl unvermeidlich gewesen.

ap