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Wirtschaft Groß- und Außenhandel erwartet Umsatzplus
Mehr Welt Wirtschaft Groß- und Außenhandel erwartet Umsatzplus
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13:15 12.01.2010
Der Handelskonzern Metro verzeichnet für 2009 Umsatzminus. Quelle: AP (Archiv)
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Bundesverband für Groß- und Außenhandel (BGA) rechnet für 2010 wieder mit einem nominalen Umsatzplus: „Nach einem beispiellosen Konjunkturabsturz fasst die deutsche Wirtschaft wieder Tritt“, erklärte BGA-Präsident Anton F. Börner am Dienstag in Berlin. Demnach erwartet der BGA für dieses Jahr einen Umsatz von gut 769 Milliarden Euro. Im vergangenen Jahr war der Umsatz der Branche um mehr als 15 Prozent auf 732 Milliarden Euro eingebrochen.

Die Großhändler und unternehmensnahen Dienstleister ließen sich jedoch von dem Vorjahresergebnis nicht entmutigen, erklärte Börner anlässlich der Vorstellung einer BGA-Branchenumfrage. „Sie haben ihre Planungen angepasst und schauen nach vorne.“ Ein im Sommer begonnener Stimmungswechsel habe in den vergangenen Monaten an Kraft gewonnen: Die aktuelle Geschäftslage habe sich aufgehellt, auch bei der Beschäftigungsentwicklung blickten die Unternehmen wieder zuversichtlicher in die kommenden Monate. Die Finanzierung ihrer Geschäfte bleibt demnach jedoch eine Sorge der befragten Konzerne.

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Für die Gesamtwirtschaft hält der BGA ein Wachstum von 2,5 bis knapp drei Prozent in diesem Jahr für erreichbar, befürchtet dann für 2011 allerdings einen „deutlichen Dämpfer“. Als „Achillesferse“ sieht der BGA den Konsum, der an Stärke einbüßen werde.

Handelskonzern Metro verzeichnet für 2009 Umsatzminus
Unter der Wirtschaftskrise haben auch die Geschäfte von Deutschlands größtem Handelskonzern Metro gelitten. Der weltweite Umsatz sank im vergangenen Jahr um 3,6 Prozent auf 65,5 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Als Grund für das Minus nannte der Konzern, zu dem auch die Elektronikmarkt-Ketten Media Markt und Saturn sowie die Real-Warenhäuser gehören, einen Umsatzeinbruch in Osteuropa. Während in Deutschland der Umsatz nur leicht um 0,6 Prozent auf 26,5 Milliarden Euro zurückging, erlitt Metro in Osteuropa einen Umsatzrückgang von 12,8 Prozent auf 15,8 Milliarden Euro.

Hierfür seien neben dem „schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld vor allem negative Wechselkurseffekte“ verantwortlich, erklärte das Unternehmen. Demnach stieg der Gesamtumsatz vor Einrechnung der Währungseffekte um 0,2 Prozent. Im Jahr 2010 seien die „Rahmenbedingungen weiterhin herausfordernd“, sagte Konzernchef Eckhard Cordes. Demnach setzt das Unternehmen in den kommenden Monaten auf internationales Wachstum und hat sein Investitionsbudget von 1,6 Milliarden Euro auf rund 1,9 Milliarden Euro erhöht. Im Auge hat der Düsseldorfer Konzern dabei nach eigenen Angaben die Wachstumsmärkte Osteuropa und Asien. Media Markt eröffnet 2010 beispielsweise die ersten Märkte in China.

AFP