Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft GM-Plan für Opel beinhaltet drei Werksschließungen
Mehr Welt Wirtschaft GM-Plan für Opel beinhaltet drei Werksschließungen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:14 10.09.2009
Von einer Schließung betroffen, wären die Fabriken in Antwerpen, Eisenach und Bochum. Quelle: ddp (Archiv)
Anzeige

Wenn General Motors (GM) Opel selbst behielte, würde der amerikanische Konzern einem Medienbericht zufolge voraussichtlich drei Werke schließen. Betroffen wären die Fabriken in Antwerpen, Eisenach und Bochum. Das geht aus dem Sanierungsplan („Viability Plan“) für Opel hervor, den GM im Frühling 2009 ausgearbeitet hat, berichtet die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (Donnerstagausgabe). Dem Plan zufolge würde die Produktion des Modells Astra von Antwerpen ins polnische Gliwice und nach Rüsselsheim verlegt. Der Corsa würde von Eisenach nach Saragossa verlegt, und die Produktion in Bochum würde nach Rüsselsheim sowie ins englische Ellesmere Port und nach Gliwice verlagert.

In Bochum beschäftigt Opel fast 5000 Mitarbeiter, in Eisenach rund 1700. Darüber hinaus würde GM die Motorenproduktion mit 3600 Beschäftigten nach Österreich und Ungarn verlagern. Das Getriebewerk in Kaiserslautern würde geschlossen. In dem Plan werden die Restrukturierungskosten für 2009 mit 1,4 Milliarden Dollar beziffert.

Anzeige

Der Verwaltungsrat von General Motors beriet am Mittwochabend deutscher Zeit am GM-Sitz in Detroit über die Zukunft von Opel. Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.

Pressekonferenz zu Opel-Zukunft in Berlin anberaumt

Die Entscheidung über die Zukunft von Opel rückt offenbar näher. Für Donnerstag sei eine Pressekonferenz in Berlin anberaumt worden, sagte eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires. Auch John Smith, der GM-Chefunterhändler in Sachen Opel, sei auf dem Weg in die Bundeshauptstadt. Weitere Details nannte der Informant nicht. Ein Sprecher von GM Europe wollte die Informationen dem Vernehmen nach nicht kommentieren. Der Verwaltungsrat von General Motors hatte gestern Abend deutscher Zeit am GM-Sitz in Detroit über die Zukunft von Opel beraten. Ergebnisse wurden zunächst nicht bekannt.

ddp

Mehr zum Thema

Die Bundesregierung ist Berichten entgegengetreten, wonach der amerikanische Autokonzern General Motors (GM) seine deutsche Tochtergesellschaft Opel nun doch nicht verkaufen will.

05.09.2009

Im Ringen um die Zukunft von Opel hat der Mutterkonzern General Motors (GM) einem Zeitungsbericht zufolge womöglich neue Pläne: GM erwäge derzeit, eine Milliarde Dollar (rund 700 Millionen Euro) aus eigenen Mitteln für Opel und seine britische Schwester Vauxhall zur Verfügung zu stellen

03.09.2009

 Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hofft auf ein Ende der Verhandlungen um eine Übernahme von Opel noch vor der Bundestagswahl: Die Bundesregierung arbeite darauf hin, in den Gesprächen mit dem Opel-Mutterkonzern General Motors (GM) die Zukunft des Autobauers noch vor der Wahl am 27. September zu klären.

01.09.2009