Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft GDL droht mit weiteren Bahnstreiks
Mehr Welt Wirtschaft GDL droht mit weiteren Bahnstreiks
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:16 17.01.2015
GDL-Chef Claus Weselsky: Die Urabstimmung sei gelaufen, ein Arbeitskampf daher "jederzeit möglich".
GDL-Chef Claus Weselsky: Die Urabstimmung sei gelaufen, ein Arbeitskampf daher "jederzeit möglich". Quelle: dpa
Anzeige
Berlin

"Wenn die Bahn auf Zeit spielt, wofür es Hinweise gibt, werden wir darauf reagieren", kündigte GDL-Chef Claus Weselsky in der "Wirtschaftswoche" laut Vorabbericht vom Samstag an. Die Urabstimmung sei gelaufen, ein Arbeitskampf daher "jederzeit möglich". Er kündigte an, die Gewerkschaft werde Ende Januar Bilanz ziehen und entscheiden, wie es weitergehe. "Danach kann alles sehr schnell gehen. Dann sind wir quasi über Nacht wieder im Arbeitskampfmodus", sagte Weselsky. Derzeitiges Ziel der GDL sei es, bis März die Verhandlungen abzuschließen.

Nach dem Zugeständnis der Bahn, mehrere Tarifverträge für einzelne Berufsgruppen zu akzeptieren, werde nun über Inhalte geredet, sagte Weselsky. Dabei gehe es beispielsweise um die Frage, ob es einen eigenen Tarifvertrag für Zugbegleiter geben soll. Die GDL fordere überdies unter anderem statt einer Arbeitszeitverkürzung von zwei Stunden nur noch eine Stunde weniger. Auch bei der Lohnforderung von fünf Prozent zeige sich die GDL kompromissbereit.

"Dass wir nicht nahe fünf Prozent abschließen, wenn es zu einer sinkenden Arbeitszeit kommt, ist logisch", sagte Weselsky. Auf eine Verkürzung der Arbeitszeit wolle die Gewerkschaft aber nicht verzichten. So soll die Bahn zu mehr Neueinstellungen gezwungen werden. Nach Weselskys Angaben sind bereits drei Millionen Überstunden bei den Lokführern und eine Million bei den Zugbegleitern aufgelaufen.

afp

17.01.2015
Albrecht Scheuermann 16.01.2015
16.01.2015