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Wirtschaft Für die Commerzbank geht es 2010 zurück in die schwarze Zahlen
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13:13 05.08.2010
Die Commerzbank hat im zweiten Quartal 2010 erneut schwarze Zahlen geschrieben. Quelle: dpa
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Die staatlich gestützte Commerzbank will nach zwei Verlustjahren schon 2010 wieder schwarze Zahlen schreiben - und damit ein Jahr früher als bisher angekündigt. „Stand heute werden wir 2010 mit Gewinn abschließen und so mit Rückenwind in das Jahr 2011 starten“, sagte Commerzbank-Finanzvorstand Eric Strutz am Donnerstag in Frankfurt.

Vor allem dank eines starken Firmenkundengeschäfts und der verbesserten Konjunktur verdiente das Haus im zweiten Quartal wie schon zum Jahresauftakt Geld. Insgesamt erzielte sie im ersten Halbjahr einen Konzernüberschuss von 1,06 Milliarden Euro nach einem Verlust von 1,6 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum.

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2008 und 2009 hatte Deutschlands zweitgrößte Bank wegen der Übernahme der Dresdner Bank und der Finanzkrise jeweils mehrere Milliarden Euro Verlust gemacht. Der Bund hatte der Bank über den Rettungsfonds Soffin 18,2 Milliarden Euro gegeben - auch um die Dresdner-Übernahme abzusichern.

Ob das Geld wegen der nun schon 2010 erwarteten Gewinne früher als bisher geplant zurückbezahlt wird, wollte Strutz am Donnerstag nicht sagen: „Wir bleiben bei unserer Sprachregelung, spätestens 2012 mit der Rückzahlung der Soffin-Einlagen zu beginnen.“

Strutz unterstrich erneut, dass die Jahresprognose nur unter der Bedingung gilt, dass es im zweiten Halbjahr nicht zu Verwerfungen an den Finanzmärkten und in der Konjunktur kommt.

Allerdings sei es noch zu früh, die Krise abzuhaken. „Es kommen noch schwierige Bergstrecken, und wir sind nach wie vor ein gutes Stück von der Normalität entfernt“, sagte Strutz. Deshalb werde die Bank weiter Risiken reduzieren und dabei auch Verlustgeschäfte hinnehmen: „Das kostet Ergebnis, aber Stabilität ist für uns wichtiger als kurzfristige Ertragsmaximierung.“ Der verhaltene Ausblick belastete den Kurs der Commerzbank-Aktie zum Mittag.

Im zweiten Quartal stand unterm Strich ein Gewinn von 352 Millionen Euro. Von dpa-AFX befragte Experten hatten mit lediglich 144 Millionen Euro gerechnet. Im zweiten Vierteljahr 2009 hatte das Institut noch einen Verlust von 761 Millionen Euro eingefahren. Zu Jahresbeginn 2010 hatte das Plus bereits 708 Millionen Euro betragen. Die Kernkapitalquote (Tier 1) lag Ende Juni bei 10,8 Prozent.

Die Commerzbank profitierte von der Erholung an den Märkten und deutlich geringeren Belastungen aus faulen Krediten. Die Risikovorsorge sank gegenüber dem zweiten Quartal 2009 deutlich von 993 Millionen Euro auf 639 Millionen Euro. Verglichen mit dem Jahresauftakt forderten aber gleichzeitig die Schuldenkrise im Euroraum und die damit verbundenen Verwerfungen an den Finanzmärkten wie schon bei anderen Großbanken ihren Tribut.

Der Zinsüberschuss bewegte sich im zweiten Quartal mit 1,86 Milliarden Euro auf dem Niveau des starken ersten Quartals. Der Provisionsüberschuss ging hingegen gegenüber Vorjahr und Vorquartal zurück. Das Handelsergebnis verfünffachte sich mit 337 Millionen Euro fast, den starken Wert des ersten Quartals (850 Mio Euro) konnte die Commerzbank aber nicht wiederholen.

dpa