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Wirtschaft Fresenius fährt Rekordgewinn zum 100. Geburtstag ein
Mehr Welt Wirtschaft Fresenius fährt Rekordgewinn zum 100. Geburtstag ein
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20:54 26.02.2013
Konzernchef Ulf Schneider rechnet mit weiterem Zuwachs. Quelle: dpa
Bad Homburg

Wir gehen auch 2013 von einem starken Ergebniswachstum aus“, sagte Konzernchef Ulf Schneider am Dienstag in Bad Homburg bei der Bilanzvorlage. Im laufenden Jahr peilt Schneider erstmals mehr als eine Milliarde Euro Gewinn und mehr als 20 Milliarden Euro Umsatz an.

Der 47-Jährige hat Fresenius in den vergangenen zehn Jahren durch mehrere Übernahmen zu einem globalen Firmen-konglomerat ausgebaut und will dem Konzern weiterhin die Treue halten: „Ich habe keine Pläne, mich zu verändern.“ Die Aktionäre dürfen sich angesichts der Rekordjagd auf die 20. Dividendenerhöhung in Folge freuen. Für 2012 will Fresenius 1,10 Euro je Aktie ausschütten und damit etwas mehr, als Analysten erwartet hatten. Die Ausschüttungsquote, die in den vergangenen Jahren leicht gesunken war, soll in Zukunft konstant bei 20 bis 25 Prozent des bereinigten Gewinns je Aktie liegen.

Auch die ebenfalls im Dax notierte Dialysetochter Fresenius Medical Care (FMC) steigerte den Gewinn. Die Aussichten seien angesichts möglicher Einschnitte im amerikanischen Gesundheitssystem allerdings weniger rosig als beim Mutterkonzern, hieß es. Der seit Jahresanfang amtierende FMC-Chef Rice Powell erwartet für 2013 deshalb einen stagnierenden Gewinn von 1,1 bis 1,2 Milliarden Dollar.

Sollten sich Demokraten und Republikaner im Haushaltsstreit nicht auf einen Kompromiss einigen, treten in den USA automatische Ausgabenkürzungen in Kraft. Davon wäre auch die Bezahlung von Dialysebehandlungen für staatlich krankenversicherte Patienten betroffen, die in diesem Fall um 2 Prozent zurückgehen würde. Der zweite Dämpfer droht 2014: Ab dann wollen die Behörden die Vergütung anpassen, da die Dialysekliniken seit einigen Jahren weniger Medikamente einsetzen.

Der Gewinn des Mutterkonzerns Fresenius stieg 2012 um gut ein Fünftel auf 938 Millionen Euro. Der Umsatz erhöhte sich um 18 Prozent auf 19,3 Milliarden Euro – auch dank zahlreicher Übernahmen und des schwächelnden Euro. Im laufenden Jahr rechnet Schneider mit einem währungsbereinigten Anstieg des Umsatzes um 7 bis 10 Prozent. Das Ergebnis soll um 7 bis 12 Prozent zulegen.

Besonders gut schnitt erneut die auf intravenös verabreichte Nachahmermedikamente spezialisierte Tochter Kabi ab. Sie hatte in Amerika den Großteil des Jahres ein Monopol beim Narkosemittel Propofol, weil der Konkurrent Hospira wegen Produktionspannen nicht liefern konnte. Auch bei der Krankenhaustochter Helios lief es rund, obwohl die anvisierte Übernahme des Konkurrenten Rhön-Klinikum im Sommer platzte – was Fresenius 35 Millionen Euro kostete. Die Lust auf Übernahmen am deutschen Krankenhausmarkt hat Schneider dennoch nicht verloren. „Wir haben mit dem Angebot damals ein überzeugendes industrielles Konzept vorgelegt. Zu diesem Konzept stehen wir nach wie vor, wenn es sich einmal ergeben sollte.“

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