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Wirtschaft Flugbegleiter drohen mit Streik-Serie in Urlaubszeit
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10:23 23.06.2015
Symbolbild Quelle: dpa
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Frankfurt/Main

Im Tarifkonflikt um die Flugbegleiter der Lufthansa hat die Gewerkschaft Ufo eine lange Streik-Serie in der Urlaubszeit angedroht. Erster Streiktag werde der 1. Juli sein, an dem dann die weiteren Streiktage bis mindestens zum 16. September genannt würden, sagte Ufo-Chef Nicoley Baublies am Montag in Frankfurt. Die Lufthansa könne den Arbeitskampf noch abwenden, wenn sie bis 30. Juni ein neues Angebot vorlege und anerkenne, dass die gekündigten Regeln zu den Betriebs- und Übergangsrenten bis zu einer Neufassung weiter gelten.

Lufthansa will den angedrohten Streik mit neuen Gesprächen abwenden. Das Unternehmen appellierte an Ufo, ihre Frist bis zum 30. Juni für einen konstruktiven Weg zu nutzen und in die angekündigten Gespräche einzusteigen. "Unser gemeinsames Ziel muss sein, Streiks unbedingt zu vermeiden", erklärte die Fluggesellschaft in einer Mitteilung.

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Am Wochenende war die von Herta Däubler-Gmelin und Friedrich Merz geleitete Schlichtung zu der komplexen Materie gescheitert. Baublies warf der Lufthansa vor, den Einigungsprozess gezielt gesprengt zu haben, indem man frühere Verhandlungsergebnisse aus dem Jahr 2014 nicht mehr anerkennen wollte. Auch diese seien eine Vorbedingung, um den Streik am 1. Juli noch abzuwenden.

Der auch gewerkschaftsintern umstrittene Versuch einer friedlichen Einigung mit der Lufthansa sei gescheitert, erklärte der Ufo-Chef. Lufthansa vergebe eine historische Chance, den notwendigen Konzernumbau mit den Mitarbeitern und nicht gegen sie zu organisieren. Möglicherweise brauche der Dax-Konzern dieses Scheitern, um Arbeitsplätze im großen Stil auszulagern und aus der Lufthansa nur noch "eine leere Holding ohne nennenswerte Arbeitsplätze in Deutschland" zu machen.

Die Betriebs- und Übergangsrenten belasten Lufthansa wegen der aktuellen Niedrigzinsen mit bilanzwirksamen Rückstellungen in Milliardenhöhe. Das System soll daher von festen Pensionszusagen auf feste Beiträge des Arbeitgebers umgestellt werden, wozu Lufthansa die entsprechenden Tarife zum Jahresende 2013 einseitig gekündigt hat. Über eine Neuregelung verhandelt Lufthansa mit den Gewerkschaften Ufo, Verdi und Vereinigung Cockpit getrennt.

Ufo kann seine Mitglieder umgehend zum Streik aufrufen, weil eine Urabstimmung bereits Ende Januar mit einer Mehrheit von über 93 Prozent für einen Arbeitskampf zu Ende gegangen war. Im Sommer 2012 hatte die Gewerkschaft den ersten Flugbegleiterstreik in der Geschichte der Lufthansa organisiert und an drei Tagen zusammen rund 1500 Flüge ausfallen lassen.

Mit der parallelen Gesamtschlichtung zwischen Lufthansa und der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit hat der Kabinenkonflikt nichts zu tun. Nach zwölf Streikrunden hatten die Piloten im Mai das Lufthansa-Angebot für eine Gesamtschlichtung angenommen. Bis Ende Juli will die Gewerkschaft auf Arbeitsniederlegungen verzichten.

dpa

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Nach der gescheiterten Schlichtung für die Lufthansa-Flugbegleiter zögert die Gewerkschaft Ufo. Statt eines sofortigen Streiks stellt sie dem Unternehmen ein Ultimatum. Gestreikt werden soll erst am 1. Juli, falls Lufthansa nicht bis zum 30. Juni bestimmte Vorbedingungen erfüllt und ein Angebot zu den Übergangs- und Betriebsrenten abgibt.

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