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12:40 27.12.2012
Wie viel ist wirklich drin? Deutsche Bundesbürger fürchten sich vor Inflation: Fast jeder Zweite hat Angst vor Geldentwertung. Quelle: dpa (Symbolfoto)
München

Bei den Bundesbürgern wächst das Misstrauen gegenüber dem Euro. Inzwischen fürchten schon 42 Prozent, dass ihr Geld durch steigende Inflation „bald nichts mehr wert ist“, wie eine repräsentative Umfrage von TNS Infratest für die Allianz Deutschland AG ergab. Nur noch 29 Prozent vertrauen weiterhin in die Stärke der Gemeinschaftswährung - eine relative Mehrheit von 37 Prozent dagegen äußerte wenig oder gar kein Vertrauen mehr. Damit ist die Stimmung seit der letzten Befragung im Juni gekippt: Damals waren die Optimisten noch in der Mehrheit gewesen.

Als Fels in der Brandung wird dagegen weiterhin die deutsche Wirtschaft gesehen. Unverändert 56 Prozent zeigten sich zuversichtlich für deren Zukunft. Auch mit ihrem persönlichen Einkommen zeigten sich 34 Prozent zufrieden, nur 21 Prozent unzufrieden, und eine Mehrheit erwartet in nächster Zukunft auch eher eine Verbesserung als eine Verschlechterung.

Mehr als die Hälfte der Deutschen hat der Umfrage zufolge genug Geld, um zu sparen und sich gleichzeitig auch etwas zu gönnen - zumindest hin und wieder. Nur 11 Prozent kommen gerade so über die Runden und erklärten, ihnen bleibe nach Abzug der fixen Kosten nichts mehr übrig, weder zum Sparen noch zum Ausgeben. Im Vergleich zum Vorjahr gaben allerdings die meisten an, sie hätten den Gürtel etwas enger geschnallt. Wenn sie sich etwas gönnen, geben sie das Geld am liebsten für Kleidung, Wohnung und Reisen aus.

Zufrieden mit dem eigenen Vermögen zeigten sich 38 Prozent, unzufrieden nur 19 Prozent. Das Bild trübte sich im Vergleich zum Vorjahr jedoch leicht ein - sicher auch wegen der Inflationsängste.

Die meistverbreitete Form der Geldanlage ist das Sparbuch. Der Anteil derer, die eine private Altersvorsorge haben, sank auf 46 Prozent (-3). Nur knapp ein Drittel der Befragten hat eine Immobilie. Eine deutlich wachsende Zahl von Bürgern würde aber gern mehr in eine eigene Wohnung oder ein eigenes Haus investieren. Denn 41 Prozent zeigten sich sehr verunsichert, wie sie Geld momentan am besten anlegen sollten. Nur noch 36 Prozent stimmten dem Satz zu: „Wenn man sein Geld bei deutschen Banken anlegt, muss man sich keine Sorgen um sein Geld machen.“

TNS Infratest hatte im Auftrag der Allianz Deutschland AG Ende November 556 Menschen ab 18 Jahren befragt, die in ihrem Haushalt über finanzielle Fragen entscheiden oder mitentscheiden.

dpa

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