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Wirtschaft Falsche Finanzberatung kostet Verbraucher Milliarden Euro
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16:45 26.12.2012
Private Altersvorosrge: "Das soll die Rentner reich machen, nicht die Banken und Versicherungsmakler.“ Quelle: dpa
Berlin

Die „Berliner Zeitung“, die übner die Studie berichtet, beruft sich auf ein Gutachten des Bamberger Finanzwissenschaftlers Andreas Oehler, das von der Grünen-Bundestagfraktion in Auftrag gegeben worden war. Der Studie zufolge entstehen den Verbrauchern allein bei Kapitallebens- und privaten Rentenversicherungen Kosten in Höhe von 16 Milliarden pro Jahr, weil sie ihre Verträge vorzeitig kündigten. Oehler führt den allergrößten Teil der Stornierungen auf eine irreführende oder unvollständige Verbraucherberatung bei Vertragsabschluss zurück.

Auch bei Riester-Verträgen seien gravierende Mängel keine Seltenheit, wie Oehler in seinem Gutachten dem Blatt zufolge zeigt. Den Gesamtverlust, den deutsche Verbraucher jedes Jahr durch mangelhafte Beratung von Banken und Finanzdienstleistern erleiden, schätzt der Wissenschaftler auf mindestens 50 Milliarden Euro.

„Der deutsche Steuerzahler buttert jährlich Milliarden in die private Altersvorsorge. Das soll die Rentnerinnen und Rentner reich machen, nicht die Banken und Versicherungsmakler“, sagte die verbraucherpolitische Sprecherin der Grünen, Nicole Maisch, der Zeitung. Verantwortlich hierfür sei die Bundesregierung. Maisch forderte, überhöhte Gebühren und Provisionen dürften nicht länger an der Rente der Sparer zehren. Solche Belastungen auf Kosten der Vorsorge müssten gesetzlich begrenzt werden. Zudem müsse der Markt übersichtlicher werden: „Allein 5000 Riester-Produkte überfordern selbst Finanzexperten.“

dpa/frs

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