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Wirtschaft Ex-Fraport-Chef Bender erteilt Platzeck eine Absage
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13:43 04.02.2013
Absage: Der frühere Frankfurter Flughafenchef Wilhelm Bender will das Krisenprojekt BER nicht leiten. Quelle: DPA
Potsdam

Der Chefposten am Hauptstadtflughafen BER bleibt vorerst unbesetzt. Der Favorit des Aufsichtsrats, der frühere Frankfurter Flughafenchef Wilhelm Bender, will das Krisenprojekt nicht leiten, wie Brandenburgs Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) am Montag sagte. "Bender steht zur Verfügung, uns für das Projekt zu unterstützen, aber nicht als CEO" (Geschäftsführer). Aufsichtsratschef Platzeck sagte, dass die Suche noch eine Weile dauern werde. Der Hauptstadtflughafen brauche eine Lösung, die über Jahre trage. Ob er schon mit weiteren Kandidaten verhandelt, ließ Platzeck offen

"Das ist ein schwerer Rückschlag", sagte die Berliner Grünen-Fraktionschefin Ramona Pop. Der frühere Fraport-Chef war in den vergangenen Tagen als Übergangschef gehandelt worden, um das Projekt aus der Krise zu führen. Platzeck hatte ihm ein Angebot gemacht, Bender sich aber Bedenkzeit bis zum Wochenende genommen. Wegen des Termin- und Kostendebakels war der bisherige Geschäftsführer Rainer Schwarz im Januar abberufen worden. Die Geschäfte des Flughafens führt momentan Technikchef Horst Amann. Er war vor einem halben Jahr aus Frankfurt geholt worden, um das Chaos auf der Baustelle in Schönefeld zu lichten.

Wegen Baumängeln und Technikproblemen gibt es derzeit keinen Eröffnungstermin. In welcher Form Bender das Projekt unterstützen wird, ließ Platzeck offen. Der 68 Jahre alte Manager hatte bis 2009 den Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport geführt und den Ausbau des größten deutschen Airports vorangetrieben. Er war am Montag zunächst nicht für eine Stellungnahme zu erreichen. Schwarz musste vor vier Wochen seinen Hut nehmen, ohne dass ein Nachfolger bereit stand. Nach Medienanfragen winkten mehrere deutsche Flughafenmanager ab, darunter der Finanzgeschäftsführer des Münchner Flughafens, Thomas Weyer, und die Chefs der Flughäfen Köln/Bonn, Michael Garvens, und Paderborn, Elmar Kleinert. Ob die Berlin-Brandenburger Flughafengesellschaft mit ihnen gesprochen hat, ist aber nicht bekannt.

Wegen des Flughafendebakels hat derweil  Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) weiter dramatisch an Ansehen verloren. So rutschte er in der Beliebtheit noch einmal um 0,3 Prozentpunkte auf einen Wert von minus 0,4 ab, wie aus einer von der "Berliner Zeitung" (Montagausgabe) veröffentlichten Forsa-Umfrage hervorgeht. Damit liegt der Regierungschef in dem Berliner Ranking auf dem drittletzten Platz. Vor allem bei der Glaubwürdigkeit büßte Wowereit massiv ein. So halten nur noch 32 Prozent der Berliner das Stadtoberhaupt für glaubwürdig. Vor der vergangenen Abgeordnetenhauswahl im April 2011 hatte Wowereit in dieser Kategorie noch einen Wert von fast 60 Prozent erhalten.

dpa/dapd

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