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Wirtschaft Eigner ringen um schnelle Hilfe
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09:46 28.07.2009
Von Stefan Winter
Hapag leidet wie alle Reedereien unter schlechter Auslastung und eingebrochenen Preisen. Quelle: Foto: Roland Magunia/ddp(Archiv)
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Darüber hinaus wird allerdings bereits eine Kapitalerhöhung geplant, um Hapag dauerhaft zu stabilisieren. Ergebnisse der am späten Nachmittag begonnenen Sitzung wurden am Montag noch nicht bekannt.

Hapag leidet wie alle Reedereien unter schlechter Auslastung und eingebrochenen Preisen. Hapag-Chef Michael Behrendt hat bereits ein Sparprogramm aufgelegt und dürfte an einem weiteren arbeiten. Nach einem nur teilweise geglückten Verkauf ist der hannoversche TUI-Konzern noch mit 43 Prozent beteiligt und hat bereits seine Bereitschaft zur Hilfe signalisiert. Voraussetzung ist allerdings, dass auch die anderen Gesellschafter ihren Teil tun.

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Die restlichen Hapag-Anteile liegen beim Hamburger Konsortium „Albert Ballin“, in dem sich die Stadt Hamburg, der Speditionsunternehmer Klaus-Michael Kühne, die HSH Nordbank, Versicherungen und private Investoren zusammengeschlossen haben. Sie hatten sich ursprünglich zusammengetan, um den Verkauf von Hapag an einen ausländischen Investor zu verhindern. Die Interessen sollen inzwischen allerdings weit auseinandergehen.

Die Gesellschafter könnten Hapag kurzfristig zum Beispiel durch einen Kredit oder den Kauf von Vermögenswerten helfen. So wird spekuliert, dass Hamburg die Hapag-Beteiligung am Containerterminal Altenwerder übernehmen könne. Gelinge eine Einigung über die Soforthilfe, bekomme man für die weiteren Schritte etwas mehr Luft, hieß es gestern in Verhandlungskreisen. Ursprünglich sollte der TUI-Aufsichtsrat bereits Anfang August über eine Kapitalerhöhung beraten. Damit könne man sich unter Umständen etwas mehr Zeit lassen, hieß es gam Montag.