Menü
Oberhessische Presse | Ihre Zeitung aus Oberhessen
Anmelden
Wirtschaft Ehemalige Sachsen-LB-Manager beraten HSH Nordbank
Mehr Welt Wirtschaft Ehemalige Sachsen-LB-Manager beraten HSH Nordbank
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
16:36 17.08.2009
Die HSH Nordbank lässt sich von ehemaligen Managern der pleitegegangenen Sachsen-LB beraten. Quelle: Roland Magunia/ddp
Anzeige

Dies geht aus einer Antwort des Senats auf eine Anfrage der Linkspartei hervor. Konkret handelt es sich dabei um die Firma SAM (Sachsen-Asset-Mangement GmbH). Sie wurde von früheren Mitarbeitern der Sachsen LB um den ehemaligen Kapitalmarktvorstand Wolf-Dieter Ihle gegründet.

Laut Senat werden Hamburg und Schleswig-Holstein seit Anfang April von SAM beraten. Dabei ging es zunächst um die Aushandlung des Garantievertrags über zehn Milliarden Euro für die gemeinsame Landesbank. Am 22. Juni wurde ein Folgevertrag geschlossen, der bis Dezember 2010 läuft. Demnach übernimmt SAM das Controlling des Garantievertrages.

Anzeige

SAM-Chef Ihle verteidigt das Konzept gegenüber dem „Hamburger Abendblatt“ (Montagausgabe). „In Hamburg und Schleswig-Holstein ist es wichtig, dass Leute mit Erfahrung arbeiten“, sagte er. „Wir haben diese Erfahrung aus dem Fall der Sachsen LB.“ Im Übrigen sei er erst 2007 zur Sachsen LB gekommen, um zu retten, was zu retten war. „Ich sehe mich eher als Feuerwehrmann denn als Brandstifter.“

Die Sachsen LB hatte sich auf den internationalen Finanzmärkten in Milliardenhöhe verspekuliert und war 2007 im Zuge der Immobilienkrise an den Rand der Pleite gerutscht. Nur durch eine Bürgschaft in Höhe von 2,75 Milliarden Euro war die Landesbank Baden-Württemberg bereit gewesen, die Sachsen LB zu übernehmen.

Die HSH Nordbank hatte im vergangenen Jahr 2,7 Milliarden Euro Verlust gemacht. Im Frühjahr bewahrten die Hauptanteilseigner Hamburg und Schleswig-Holstein die Bank mit drei Milliarden Euro frischem Kapital und Garantien in Milliardenhöhe vor der Schließung.

ddp