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Wirtschaft E.on-Chef für Entschärfung des Konflikts um CO2-Abscheidung
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08:16 29.06.2009
E.ON-Chef Wulf Bernotat. Quelle: Bru GARCIA/AFP

Das geplante Gesetz zur so genannten CCS-Technologie könne so verändert werden, dass damit nur die weitere Erforschung der Technologie geregelt wird, sagte Bernotat der „Frankfurter Rundschau“ (Montagausgabe). Damit würden dann „nur Demonstrationsanlagen und einige Speicherungsprojekte ermöglicht“. Mehr sei derzeit gar nicht nötig, „da die Technologie ja im großtechnischen Maßstab erst noch erprobt werden muss“.

Das CCS-Gesetz, das die CO2-Abscheidung im Kraftwerk, den Bau von Pipelines und das Verpressen des Gases in unterirdischen Lagerstätten regeln soll, ist in der vergangenen Woche von CDU und CSU gekippt und auf die nächste Legislaturperiode verschoben worden. Ursache dafür waren heftige Proteste in der Bevölkerung in Nordfriesland, wo der Stromkonzern RWE Untersuchungen für ein CO2-Lager starten will. Bernotat kritisierte diese Kehrtwende: „Das hängt mit dem bevorstehenden Wahlkampf zusammen und hat weniger etwas mit dem Inhalt des CCS-Gesetzes zu tun.“ Bernotat ließ keinen Zweifel daran, dass er CCS für notwendig und die Technologie für beherrschbar hält.

CCS steht für „Carbon Capture and Storage“, zu deutsch „Kohlendioxid-Abscheidung und -Lagerung“. Bei dieser Technik wird in Kohlekraftwerken entstandenes Treibhausgas nicht in die Atmosphäre entlassen, sondern für den Transport und die unterirdische Speicherung weiterbehandelt.

ddp

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