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Wirtschaft Dieselpreis schießt weiter nach oben
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19:54 16.11.2011
Tanken ist an deutschen Zapfsäulen derzeit ein teures Vergnügen. Quelle: dpa
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Hannover

Am Mittwoch erreichte der bundesweite Durchschnittspreis an den Zapfsäulen einen Jahreshöchststand, teilte der ADAC mit: Sowohl Markentankstellen als auch freie Stationen verlangten knapp 1,50 Euro pro Liter. Das bedeutet laut ADAC einen Anstieg um 2,6 Cent innerhalb einer Woche. Autofahrer müssten damit rechnen, dass die Preise sogar noch steigen werden. Weil sich Benzin derzeit weniger stark verteuert, nähern sich Diesel- und Benzinpreis weiter an: Ein Liter Super E10 kostete am Mittwoch im Bundesschnitt rund 1,54 Euro und damit nur noch vier Cent mehr als Diesel.

Bereits am Dienstag hatte der ADAC die Durchschnittspreise in 20 Großstädten ermittelt. Dabei hatte der Liter Diesel in keiner der Städte weniger als 1,50 Euro gekostet. Am teuersten war der Kraftstoff in München; als einzige befragte Stadt aus Niedersachsen lag Braunschweig mit rund 1,51 Euro im Mittelfeld. Mancherorts war der Preis innerhalb eines Tages um 8 Cent pro Liter nach oben gesprungen, teilte der ADAC mit.

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Grund für den aktuellen Anstieg ist nach Angaben der Mineralölkonzerne vor allem der gestiegene Einkaufspreis für verarbeitetes Rohöl. „Mit Beginn des Winters ist die Nachfrage nach Heizöl enorm gestiegen – und das ist im Grunde dasselbe Produkt wie Diesel“, teilte der Mineralölwirtschaftsverband auf Nachfrage mit. Dieser „enorme Preisdruck“ müsse an die Verbraucher weitergegeben werden, sagte eine Shell-Sprecherin.

Beim ADAC lässt man das aber nur zum Teil gelten: „Der Preisanstieg zur Heizsaison schlägt nur deshalb so durch, weil schon zuvor zu hohe Preise an den Zapfsäulen verlangt wurden“, sagte eine Sprecherin. Der ADAC rät den Autofahrern, sonntags oder montags zu tanken, um Geld zu sparen. "Deutliche Preisanstiege sind hingegen häufig dienstags oder zum Wochenende hin zu verzeichnen", hieß es.

mic